LUXEMBURGPAV

34 Kreative hatten am Wochenende in ihre Ateliers geladen

Wie sieht ein Künstleratelier von innen aus? Herrscht eher das Chaos oder mögen Kreative es auch eher aufgeräumt? Antworten auf diese und viele anderen Fragen gaben von Freitag bis Sonntag insgesamt 34 Künstler, die dem Aufruf von Kollegin Yvette Rischette gefolgt waren und an der 9. Auflage des „Ateliers Ouverts“-Wochenendes teilgenommen haben.

Erfolgreiches Konzept

Das Konzept ist so einfach wie genial: Kreative aus unterschiedlichen Kunstrichtungen öffnen jedes Jahr für ein Wochenende ihre Ateliers und zeigen ihre Werke genau da, wo sie auch entstehen. Parallel dazu arbeiten einige Teilnehmer auch vor den Augen der Besucher, so weit dies machbar ist und sie zeitlich überhaupt dazu kommen.

Denn die Atelierbesitzer brauchen an den drei Tagen keineswegs Däumchen zu drehen: Das Publikum kommt und kommt meistens im darauffolgenden Jahr wieder. „Wir hatten schon welche, die im Minibus durchs Land zogen und mehrere Kunstwerkstätten besuchten“, erinnert sich Yvette Rischette, die seit mehreren Jahren die Veranstaltung koordiniert. Die Besucher nehmen die Gelegenheit beim Schopf, um relativ ungezwungen mit den Künstlern zu plaudern, oder sich von ihnen den einen oder anderen Tipp geben lassen.

„Diejenigen Besucher, die selber malen, richten nicht selten Fragen technischer Natur an mich oder meine Kollegen“, erklärt Yvette Rischette, die an diesem Wochenende befreundete Kunstschaffende in ihr Atelier nach Frisingen geladen hatte. Prinzipiell dürfen nur diejenigen sich am „Offenen Atelier“-Projekt beteiligen, die über ein eigenes Atelier verfügen. Dies gelte aber nicht für bildende Künstler, die von einem Kollegen zur Teilnahme eingeladen werden. Dass mancher ein Besuch im Atelier dem Rundgang durch eine Galerie vorzieht, kann Yvette Rischette nachvollziehen. Vermutlich würden noch viele Kunstinteressierte dem Irrglauben erliegen, dass sie eine Galerie nicht verlassen könnten, ohne etwas zu kaufen, so Yvette Rischette.