LUXEMBURG
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Vom 22. Dezember bis zum 7. Januar 2020 laden das Erzbistum und die Kirchen ein, den „Krëppewee duerch Lëtzebuerg“ zu erkunden

Höchstwahrscheinlich, so ist vielen Quellen zu entnehmen, liegt der Ursprung für die Weihnachtskrippen, wie wir sie heute kennen, bei einer Aktion des Heiligen Franziskus. Der stellte im Jahr 1223 das erste Mal die Weihnachtsgeschichte mit Tieren und Personen nach, wie überliefert wird.

Die älteste Krippe steht in Rom

Als weltweit älteste Krippe gilt die in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Sie befindet sich im Seitenschiff der Santa Maria Maggiore Kirche und stammt aus dem Jahr 1291. Sie wurde nach Informationen des Vatikans vom Bildhauer Arnolfo di Cambio geschaffen.

Von der Vielfalt an Krippen und -darstellungen kann man sich auch in Luxemburg ein Bild machen. Vom 22. Dezember bis zum 7. Januar 2020 laden auch in diesem Jahr das Erzbistum und die Kirchen des Landes Interessierte ein, den „Krëppewee duerch Lëtzebuerg“ zu erkunden. Wie das Erzbistum es beschreibt, soll man sich einfach ein paar Minuten Zeit nehmen und „die Kunstwerke in der besinnlichen Zeit zwischen den Jahren entdecken und auf sich wirken lassen“ - die Informationen über die einzelnen Krippen und ihre Besonderheiten stammen von den Pfarrgemeinden und dem Erzbistum.

Buschrodt Zur Weihnachtszeit wird auf Initiative von Schwester Marie-Henriette Mack seit 1981 eine „Wurzelkrippe“ aufgebaut, die jährlich ausgebaut und vergrößert wird. Neu ist dieses Jahr eine Kinderecke wo unsere kleinen Freunde selber aktiv werden können beim Gestalten einer Krippe, beim Malen oder beim Musizieren.

Clerf Hier steht eine Krippe mit schönen Holzfiguren von lokalen Künstlern.

Diekirch In der Kirche findet man eine über 60 Jahre alte, typisch orientalische Krippe mit Moos und Sanddünen-Landschaft, Figuren von 1954 und einer Höhe von 25 cm, geschnitzt von einem Krippen-Schnitzer aus Österreich.

Echternach Eine Krippe aus Holz von Andreas Demetz steht in der Basilika. Jede Figur ist einmalig. Die Personen repräsentieren alle Altersschichten der Bevölkerung.

Erpeldingen/Sauer Zu sehen sind etwa 20 lebensechte, detailliert gearbeitete, farbige und ausdrucksstarke Holzfiguren (25 cm hoch) vom Holzschnitzer Franz Josef Vergines aus Kastelruth in Südtirol.

Ellingen (Mondorf) Die Krippe ist ein Firmgeschenk aus dem Jahre 1920 und diente als Vorlage für die heutige Krippe in der Echternacher Basilika.

Eschdorf Liebevoll von Jugendlichen aus dem Dorf gestaltete Krippe mit Figuren, die einzelne Personen aus der Dorfgemeinschaft darstellen. Die Figuren wurden von einer einheimischen Künstlerin hergestellt.

Hostert (Niederanven) Hier steht eine Krippe mit ca. 60 Figuren in landestypischer Umgebung samt Wasserfall.

Kathedrale Luxemburg Hier findet man die „Osterrieder“-Krippe mit ca. 65 restaurierten Figuren aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Kayl Die Krippe stammt aus den Jahren 1958/1959 und wurde 2013 restauriert. Sie stellt die Landschaft von Bethlehem dar und hat Holzfiguren.

Keispelt In der Kirche findet man eine schöne Krippe, dekoriert mit in der Sauer ausgewaschenen Baumwurzeln.

Koerich Hier wurde eine interessante Krippe mit einer alten Spieluhr aufgebaut.

Steinsel In der Kirche findet man eine Krippe mit neuen Figuren, sie füllt einen Großteil des Seitenschiffs.

Stolzemburg hat eine Krippe mit sehr alten, über 60 cm großen Gipsfiguren, sie füllt einen Großteil des Seitenschiffs der Kirche.

Ulflingen Die Krippe füllt den ganzen Chorraum, der mit vielen Bäumen, Steinen und Wurzeln geschmückt ist.

Vianden Diese Krippe füllt ebenfalls den ganzen Chor aus mit Holzfiguren, Wasserfall und programmierter Illumination.

Wahl Der Hl. Franziskus kommt dieses Jahr besonders zu Ehren. Er stellte - wie bereits ausgeführt - die erste Krippe 1223 auf. Kinder können in der Kinderecke eine eigene Krippe gestalten oder nach Vorlagen malen.

Notre-Dame (Wiltz) Die Krippe ist in ihrer Bauart im heimatlichen Stil aufgebaut. Einige Krippenfiguren sind etwa 60 bis 70 Jahre alt und 30 cm groß. Die Krippenlandschaft ist im Stil einer Bergweide gestaltet.


Weitere Informationen auch bei:

Pastorale intercommunautaire - tourismus@cathol.lu