PASCAL STEINWACHS

Das ist ja mal ´ne Woche: Der Premierchef fährt zum Kaffeetrinken nach Amerika, der Außenminister treibt sich im Inland herum, die anderen Minister sind alle im Urlaub, der griechische Finanzminister ist definitiv ´ne coole Socke, und zu allem Übel haben jetzt auch noch Casinochef Jo Kox und - pünktlich zum Aschermittwoch - Generalvikariatsobmann Erny Gillen ihre Rückzüge von ihren jeweiligen Ämtern angekündigt. Warum? Kox will „Platz für die Jüngeren“ machen („Wort“); Gillen will „neue Kraft und Energie“ tanken, und sich seinen „Kurien-Krankheiten“ stellen, „die Papst Franziskus wenige Tage vor Weihnachten so harsch angesprochen hat“ (noch mal „Wort“). Bedenkt man, dass sich darunter auch so famose Sachen wie Exhibitionismus, Karrieremacherei, Arroganz und Geschwätzigkeit befinden, verspricht die Gillen‘sche Auszeit ganz viel Lustischkeit.

Arg weniger lustisch hingegen war gestern wiederum das „Tageblatt“, das im Zusammenhang mit der 50-jährigen Unabhängigkeit Gambias einfach ein klein bisschen Wikipedia copypastete, und dazu ein Triptychon von Bettel/Schneider/Braz abdruckte: „Die Hauptakteure der ‘Gambia’-Regierung“. Haha! Da loben wir uns doch die „jonk gréng“, treten diese doch für die Einführung der 21-Stunden-Woche ein...