Till Nowak zeigt zwei Kurzfilme auf dem Grünschnitt-Kurzfilmfestival

Los Angeles „The Centrifuge Brain Project“ war ein viraler Hit, „Dissonance“ feierte im Winter auf der Berlinale seine Weltpremiere, beide Kurzfilme des Deutschen Till Nowak laufen heute Abend auf dem Grünschnitt-Kurzfilmfestival im Park des Kulturhauses Niederanven. Die Ästhetik von „Dissonance“, in dem ein Klavierspieler aus seiner Traumwelt ausbricht, erinnert den Betrachter an Christopher Nolans „Inception“. Ein Zufall. Viele Zuschauer sähen Gemeinsamkeiten zu Nolan, weil in „Dissonance“ auch alte Gebäude sich durch die Luft bewegen, erklärt der Filmemacher. Materialisierte psychische Welten gab es in Nowaks Arbeiten aber lange bevor Nolan sein „Inception“ in die Kinos brachte.

Fahrgeschäfte beobachtet

Der runde Flügel - „eine psychologische Metapher für eine einstürzende Welt“, den der Pianist jeden Tag spielt, war das erste Element des Films, das der in Los Angeles lebende Deutsche für den Film entwickelt hatte. Musik spielt in seinem neuen Kurzfilm eine wichtige Rolle: „Musik ist eine gute Sprache, weil sie jeder versteht und sie Emotionen wecken kann“, betont Nowak. Zwei Jahre arbeiteten zwei Komponisten am Soundtrack von „Dissonance“

2008 hatte Nowak die erste Idee für „The Centrifuge Brain Project“, einem knapp siebenminütigen Film, in dem ein Wissenschaftler ein Experiment erläutert, in dem sieben sehr außergewöhnlich Fahrgeschäftkonstruktionen eine Rolle spielen. Nowak ist von den Motoren und der Kraft der Konstruktionen fasziniert, hat Fahrgeschäfte immer gerne beobachtet. Der Kurzfilm ist fiktiv, viele Zuschauer glauben aber, auch nach dem Abspann, dass es sich um einen Dokumentarfilm handelt. Er sei selber erstaunt darüber, dass einige Zuschauer das annehmen würden, erklärt Nowak überrascht. pav


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