PASCAL STEINWACHS

So eine Armee ist zwar ganz schön hungrig, ganz schön durstig, ganz schön teuer und zuweilen auch ganz schön gefährlich, kann aber auch ihre schönen Momente haben. Zum Beispiel wenn sie in einer ausländischen Zeitung gelobt wird, wie jetzt vom belgischen „Le Soir“.

„Fortement liée à l‘armée belge, celle du Luxembourg a 'tout d‘une grande'“ begeisterte sich am Samstag die Zeitung, um dann unter der Überschrift „L.A. confidential...“ (L.A. für „armée luxembourgeoise“ - harhar) noch allerlei Vertrauliches über unsere Truppe zu verraten. Nämlich dass diese zwar ganz viele Awacs-Aufklärungsdinger hat, aber immer noch kein richtiges Flugzeug und noch weniger eine Marine. Dafür hat die L.A. aber - „les touristes belges le savent“ - eine Militärmusik, einen medizinischen Dienst („six infirmiers maximum“) und, man mag es kaum glauben, Frauen („elles sont 35 à l‘heure actuelle“).

Auch hat die Luxemburger Armee sich AirRobot-Drohnen (das sind so eine Art elektrische Mücken, die von oben arg viel sehen können) angeschafft, denn die sind viel spaßiger als Dingos. General Reinig, der sich zum 1. Februar in den (militärischen) Ruhestand nach New York zurückziehen wird, ist jedenfalls ganz begeistert...