Da wusste die von der Angst vor dem leeren Blatt heimgesuchte Kulturchefin des „Wort“ wahrscheinlich nicht, mit was sie ihre Kolumne füllen sollte, ansonsten sie ihr „Wort zum Sommer“ wohl kaum ausschließlich dem Schmachtfetzen von Joe Dassin über den Indianersommer gewidmet hätte, und dabei gleich zweimal den Text zitiert, inklusive dem legendären „La-la-la/La-la-la-la-la-la-la-la-la/La-la-la-la-la-la-la-la-la/La-la-la-la-la-la-la-la-la/ La-la-la/ La-la-la-la-la-la-la-la-la/ La-la-la-la-la-la-la-la-la“ (nicht zu verwechseln mit „Pour un flirt avec toi“ von Michel Delpech mit seinem „Lala, lala, lala, lalalala, la, lalala, Lalalala, la, lalalala, lalalala“). Beim nächsten Mal wird sich die Kulturredakteurin dann voraussichtlich dem „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“-70er-Jahre-Evergreen von Henry Valentino mit seinem „Ratta rada radadadada Ratta rada radadadada/ Ratta rada radadadada Ratta rada radadadada“ widmen.

Auf ihren Politikseiten hatte die Zeitung dann aber gottlob auch Handfestes zu berichten, beklagte sich die CSV-Abgeordnete Nancy Arendt doch, mit der das „Wort“ ein „Laufinterview“ geführt hat, dass es im Parlament „keine Duschen“ gebe. Dabei gibt es in der „Chamber“ sehr wohl Duschen, und zwar in unmittelbarer Nähe der Bibliothek. Da wird sich die CSV-Abgeordnetin aber freuen...