LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Catherine Lorent entwarf das Cover ihrer neuen Platte

Ihre aktuelle Platte wurde in einem Berliner Presswerk hergestellt; würde sie in ihrem Atelier in der deutschen Hauptstadt auch noch über die richtige Technik und Apparaturen verfügen, würde Catherine Lorent wahrscheinlich auch noch die Platten pressen. Neben dem Komponieren der Titel und dem Performen ihrer Stücke entwirft die Luxemburgerin nämlich auch die Cover ihrer Alben.

Schnell und spontan

„Ihr arbeitet an einem Spezialdossier über Giger? Das klingt interessant.“ Lorent ist vor ein paar Tagen aus Luxemburg nach Berlin zurückgekehrt, wo sie lebt. Erste Plattencover entwarf sie bereits als Schülerin, damals noch für fiktive Bands. Für ihre brandneue Platte „Hymni“, die sie mit ihrer Band „Gran Horno“ aufgenommen hat, nahm sie nicht ein x-beliebiges Bild und ließ es dann auf die Plattenhülle drucken, sondern zeichnete ein neues Cover. Bevor sie mit dem Zeichnen begann, schaute sie, für welches Format das Werk verwendet wird: Vinyl, CD oder Kassette. Die Zeichnung für das aktuelle Cover wurde relativ schnell und spontan zu Papier gebracht. Ihre Cover hätten keinen perfektionistischen Anspruch, erklärt sie, überpathetisch seien sie auch nicht.

Bereits während des Arbeitsprozesses befasste sich Lorent mit der Typografie des „Gran Horno“-Logos und wohin sie den Schriftzug setzen konnte. Von nicht geringer Bedeutung ist für Lorent das Label in der Mitte der Vinylplatten. Die Luxemburgerin gibt an, „roughe Platten“ zu mögen, Underground-Alben mit kultigem Homemade-Artwork.

Für andere Musiker oder Bands hat sie noch nie ein Cover entworfen. Das Cover zu ihrem nächsten Musikprojekt wird vielleicht ein Kollege von ihr beisteuern.


„Hymni“ ist im „CD Buttek Beim Palais“ und in

der Abtei Neimënster erhältlich - www.granhorno.com