LUXEMBURG
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Zwölfte Auflage des Festivals „Humour pour la Paix“ vom 7. bis 18. März im „Neimënster“

Lachen ist bekanntlich die beste Medizin. Darf man also auch über ernste Themen gelegentlich mal lachen? Sicher ist zweifelsohne, dass auch mit humoristischen Mitteln zum Nachdenken angeregt werden kann. Genau dies ist jedenfalls das erklärte Ziel des internationalen Festivals „Humour pour la Paix“, das 2006 nach dem Mord am irakischen Humoristen Walid Hassan ins Leben gerufen wurde und seit 2007 auch im Kulturzentrum „Neimënster“ organisiert wird. Die zwölfte Auflage steht vom 7. bis 18. März unter dem Leitmotiv „Give bed a chance!“, in anderen Worten „make love, not war“. Bekannt wurde der Slogan durch die öffentlich wirksamen Performances, den sogenannten „Bed-Ins“ der Künstler Yoko Ono und John Lennon Ende der 1960er Jahre. Eine Zeichnung des berühmten Paars ziert deshalb auch das Plakat der zwölften Festival-Ausgabe, die auch diesmal wieder mit starker, internationaler Besetzung aufwartet.

Starke Besetzung

Den Auftakt macht DeAnne Smith am 7. März um 20.00 im „Salle Robert Krieps“. Dreimal war sie bereits für den „Canadian Comedy Award“ nominiert. Sie versteht es, auf lebendige und optimistische Art und Weise ihre Rolle als Komikerin in einer Welt voller Intoleranz und Unsicherheit zu spielen.

Am 9. März übernimmt das „Kabarä Feierstëppler“ um 20.00 das Ruder auf der „Neimënster“-Bühne. Drei Frauen und drei Männer reden in ihrem Programm „al ginn ass näischt fir Feiglinger“ über das Altern, die Auswirkungen auf den Körper und alle Herausforderungen, die das so mit sich bringt.

Am 11. März um 18.00 steht mit GiedRé ein „nicht identifiziertes gesungenes Objekt“ auf dem Programm. Mit ihren kitschig gestylten Bühnenoutfits, die manchmal auch die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, bringt die litauisch-französische Sängerin frischen Wind in die musikalische Landschaft. Französische Chansons wechseln sich mit düsteren Stücken ab, und auch die besungenen Themen sind bunt gemischt. Von Tod, Leiden, Einsamkeit, Verwahrlosung und Trauer bis hin zu amüsanten Delikatessen kompromisslosen Humors im Stil von Schuljungenstreichen ist alles dabei.

Am 13. März sind die Wiener Satiriker und Kabarettisten von „maschek“, Peter Hormanseder und Robert Stachel, um 20.00 mit ihrem Programm „FAKE! In Wahrheit falsch“ zu Gast. Sie kommentieren das politische Zeitgeschehen mit seinen Fakes, beziehungsweise drehen den Wichtigen dieser Welt - Merkel, Trump, Juncker und Co. - den Ton ab und synchronisieren sie.

An der „Nuit blanche de l’humour noir“ (am 16. März um 20.00) beteiligen sich diesmal Roukata Ouedraoga und Oualas. In ihrem neuesten Stück erzählt Kabarettistin Roukiata Ouedraogo von ihrem Werdegang in ihrer Heimat Burkina Faso bis ins heutige Hier und Jetzt inmitten des Publikums. Dabei besinnt sie sich auf die prägendsten Momente ihres Lebens wie ihre Kindheit und Ankunft in Frankreich, ihre Ausbildung, Integration, den Terrorismus und die Beschneidung, ohne dabei drei wichtige Menschen auszulassen: ihren Onkel, ein Soldat, ihre Mutter und ihre Erziehungsberaterin. Der Marokkaner Oualas,der an der Elfenbeinküste aufgewachsen ist, zeigt mit scharfem Humor in „Dans la tête de Oualas“ seine Version eines vielfarbigen Afrikas.

„Jazz meets colour“ zum Abschluss

Das „Festival Humour pour la Paix“ endet am 18. März mit Musik und Kunst, beziehungsweise mit einem
„Apéro Jazz“ der besonderen Art: „One to one - Jazz meets colour“. Dazu eingeladen wurde Jacek Wozniak, der Schöpfer des diesjährigen Plakats. Seit jeher setzt er sich für die Meinungsfreiheit ein, engagiert sich sozial und dürfte den Lesern von „Le Canard Enchaîné“ sowie den Fans von „Manu Chao“ als Illustrator ihres musikalischen Universums wohlbekannt sein. Zusammen mit Adelinaa vom „Canard Enchaîné“ zeichnet er live auf der Bühne, begleitet von den beiden Jazzmusikern Ramon Lopez und Bary Guy. Dabei erinnern sie unter anderem an Karikaturist Cabu. Los geht es um 11.00.


Weitere Details unter www.neimenster.lu