LUXEMBURG
KIM GREIS

„Dragon Ball Fusions“ bietet fast 1.000 Fusionsmöglichkeiten

Dragon Ball Fusions“ heißt der neueste Streich von Bandai Namco Entertainment. Um den Spielern die „Dragon Ball“-Franchise etwas näher zu bringen, bedienten sich die Entwickler dem Rollenspielgenre, wie es bei der erfolgreichen „Xenoverse“-Reihe bereits rezent der Fall war.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Ablegern der Franchise begnügt sich „Fusions“ nicht mit der Haupthandlung des Mangas. Der Protagonist und sein Freund Pinich haben die „Dragon Balls“ gesammelt und somit erfüllt ihnen der Drache Shenlong ihren Wunsch, nämlich die Austragung eines Wettkampfes, um den größten Kämpfer aller Zeiten zu ermitteln. Dafür erschafft der mächtige Drache eine Welt, in der sich jede Menge bekannte Charaktere tummeln, mit denen man sich in Teams zusammenschließen kann, um am Turnier teilzunehmen.

Ungewohntes Kampfsystem

Zunächst muss der Spieler sich einen Charakter erstellen. Dazu wählt er aus fünf Rassen und kann diesen anschließend mit begrenzten Möglichkeiten anpassen. Wie in Rollenspielen üblich, muss der Spieler Quests erledigen. Diese dienen dazu, um im Level aufzusteigen, in der Haupthandlung voranzukommen oder um zusätzliche Inhalte freizuschalten.

Die Kämpfe finden meistens in Gruppen von fünf gegen fünf statt und sind rundenbasiert. Es gibt Nahkampf-, KI- und Spezialattacken. Erstere verlaufen nach dem Stein-Schere-Papier-Prinzip. Wie es der Name des Spiels bereits vermuten lässt, stellen Fusionen einen zentralen Bestandteil dar.

Im Verlauf der Kämpfe können viele Charaktere miteinander fusionieren und dadurch bessere Angriffe ausführen. Neben den wenigen Fusionen, die es in dem Manga und dem Anime gibt, gibt es im Spiel eine Vielzahl an Fusionsmöglichkeiten der etwa hundert spielbaren Charaktere. Abgesehen von den klassischen Fusionen zwischen zwei, gibt es auch Fusionen zwischen fünf Charakteren. Fans sollten sich diese nie zuvor gesehenen Fusionen nicht entgehen lassen.

Die Grafik des Spiels bewegt sich auf hohem Niveau für die Verhältnisse des Nintendo 3DS. Die Designer haben den Charakteren einen comicartigen Look verpasst, der sich jedoch vom Manga absetzt, da gerade bei erwachsenen Charakteren die Proportionen nicht stimmen. Ton und Sprache sind gelungen, jedoch wurde das Spiel nur auf Japanisch synchronisiert.

Begeisterung hält sich in Grenzen

„Dragon Ball Fusions“ weiß „Dragon Ball“-Fans zu begeistern, da ein Teil der Fan-Fiction nun offiziell zur Franchise gehört. Ansonsten bleibt man als Spieler leider auf der Strecke, denn viele Aspekte sind zwar interessant, können aber auf lange Dauer nicht begeistern. Die offene 3D-Welt sowie die hohe Anzahl an Charakteren, die man sammeln kann, sind Spieleelemente, die bereits aus anderen Spielen bekannt sind. Das Kampfsystem ist zwar nicht uninteressant, die Kämpfe werden jedoch dadurch unnötig in die Länge gezogen. Interessierte können sich „Dragon Ball Fusions“ für den Nintendo 3DS für rund 40 Euro im Fachhandel besorgen.