LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Gilles Roth ärgert sich über Rotphasen - Minister Bausch will Ampelschaltung zentralisieren

Die Verkehrsampel an der Kreuzung N6, Rue de Mamer und Einfahrt Shopping-Center „Belle Etoile“ sorgt beim Mamer‘ Bürgermeister und CSV-Abgeordneten Gilles Roth für anhaltenden Ärger. Seiner Meinung nach legt es die Schaltung der Ampel darauf an, den Verkehr auf der Hauptachse zu behindern. Regelmäßig komme es zu bis zu drei Kilometer langen Staus bis hinunter nach Mamer. Die Grünphase dauere auf der N6 lediglich 40 Sekunden, während sich die Rotphase auf eine Minute und zwanzig Sekunden erstrecke.

Um dahinter zu kommen, warum der Verkehr auf der Nationalstraße gegenüber dem Querverkehr „benachteiligt“ wird, hat Roth schon im November eine entsprechende parlamentarische Anfrage an Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch gestellt. Natürlich wollte er auch wissen, ob und in welchem Zeitraum die Regierung diese Situation ändern will. Was wolle die Regierung überhaupt tun, um den Verkehrsfluss auf der Achse Steinfort - Luxemburg zu beschleunigen? Außerdem fragte er nach einem schon lange versprochenen Gespräch der Regierung mit den Anliegergemeinen, in dem Verbesserungsmaßnahmen auf der Strecke besprochen werden sollten.

Ein technischer Defekt

Minister Bausch antwortete vorgestern recht ausführlich und auch über die Fragen hinausgehend. Was die „unbefriedigende Schaltung“ der Ampeln an der Kreuzung N6/CR163 angeht, bestätigte er Roths Beobachtung. Es habe sich um einen technischen Defekt der Sensoren gehandelt, der von einer Spezialfirma behoben worden sei. Je nach Verkehrsfluss dauert die Grünphase für den von Mamer kommenden Verkehr jetzt zwischen 19 und 60 Sekunden.

Die Straßenbauverwaltung sei dabei sich mit einer Verbesserung der Streckenführung zwischen der Europaschule II und der Kreuzung N6 / N34 (Umgehungsstraße Bartringen) zu befassen. Auf dem kurzen Stück zwischen dieser Kreuzung und der Kreuzung N6 / CR163 soll eine Fahrspur hinzukommen. Im Übrigen seien auch andere Arbeiten in Planung, so eine Verbesserung der Durchfahrt von Steinfort, eine Optimierung des Kreisverkehrs Windhof, ebenso wie eine Umgestaltung der Autobahnauffahrt Strassen. Außerdem laufe gerade eine regionale Verkehrsstudie.

Ziel: Zentraler Verkehrsrechner

In einem Pilotprojekt soll die Steuerung aller Ampeln in diesem Bereich über eine Verkehrsleitstelle zentral geregelt werden, um so den Verkehrsfluss besser handhaben zu können. Langfristig sei die Übernahme der Ampeln durch die Straßenbauverwaltung (P&Ch) und damit die zentrale Fernsteuerung aller Ampelanlagen das Ziel.

So würden auch die Kommunen von den Bau- und Unterhaltskosten der Ampelanlagen auf ihrem Territorium befreit. Beim Pilotprojekt setzt Bausch auf die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden Strassen, Bartringen und Mamer.

Das von Roth angesprochene Informationstreffen werde es geben, sobald die notwendigen Studien abgeschlossen sind, so Bausch abschließend.