LUXEMBURG
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Fondation Idea stellt „Tableau de bord économique et social d’août 2020“ vor

Nach einer deutlichen Erholung der meisten Indikatoren im Juni im Anschluss an die Aufhebung des Lockdowns hat sich die Wirtschaftslage im Juli weiter verbessert, teilt die Fondation Idea in ihrer Einschätzung für den Monat August mit. Jedoch scheint das Niveau der Wirtschaft immer noch unter dem Vorkrisenniveau zu liegen. „Der Aufschwung ist auch weiterhin durch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren gekennzeichnet“, heißt es in dem Bericht.

Erste Schätzungen der wirtschaftlichen Kosten der Virus-Eindämmung würden immer klarer. Das zeigten die Einnahmen der Zentralregierung, die in der ersten Jahreshälfte um 12,1 Prozent sanken, während die Ausgaben um 21,9 Prozent stiegen.

Schaffung von Arbeitsplätzen

Auf dem Arbeitsmarkt verbessert sich die Situation laut Idea. Während zwischen März und April die Beschäftigung der inländischen Angestellten um 8.900 Arbeitsplätze zurückgegangen war, schuf das Land mit Beginn der Lockerung  wieder Arbeitsplätze. So waren es zwischen Mai und Juni 5.460 Arbeitsplätze mehr. Dies machte damit mehr als die Hälfte der Verluste wieder wett, so dass sich die Arbeitslosigkeit vorerst bei sieben Prozent stabilisiert hat. Die Einwohner haben von dieser Erholung mit einem Plus von 4.130 Arbeitsplätzen stärker profitiert als die Grenzgänger, bei denen es ein Plus von 1.360 Jobs gab.

Der Rückgriff auf Kurzarbeit, für die die Zugangsbedingungen immer restriktiver werden, ging im Juli weiter zurück. Die ADEM verzeichnete 3.679 Anträge. Dies entspricht einem Rückgang von rund 40 Prozent verglichen mit 6.184 Anträgen im Juni. Die Anträge betreffen 25.555 Vollzeitäquivalente, das heißt sechs Prozent der Gesamtzahl der Beschäftigten. Auf der anderen Seite ist auf dem Höhepunkt der Sommersaison immer noch ein Drittel der HORECA-Beschäftigten von der Krise betroffen. Auch in der Industrie sind immer noch 18 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit.

Schließlich nimmt im Juli das Bewusstsein der Verbraucher in Bezug auf die Notwendigkeit zu sparen zu, und die Absicht der Verbraucher, in den nächsten 12 Monaten größere Anschaffungen zu tätigen, nimmt ab. Abgesehen von den ernsthaften Befürchtungen hinsichtlich der Verbreitung des Virus und der Stabilisierungsmaßnahmen der Regierung, die weiterhin Probleme abfedern, wird sich das Konjunkturprogramm laut Fondation Idea auch auf die Mobilisierung der von der Krise am wenigsten betroffenen Verbraucher stützen müssen.