LUXEMBURG
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Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag

Der Weltnichtrauchertag liefert jährlich einen Anlass für das Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Gefahren des aktiven und passiven Rauchens aufzuklären. Nach Untersuchungen der WHO ist Tabak die Hauptursache für vermeidbare Todesfälle in der Welt. Tabak tötet jedes Jahr weltweit etwa acht Millionen Menschen. Mehr als 1,2 Millionen waren Nichtraucher, die dem Tabakrauch ausgesetzt wurden. In Luxemburg gibt es etwa 1.000 Todesfälle pro Jahr durch Raucher-Krankheiten, 80 davon werden auf das Passivrauchen zurückgeführt. In diesem Jahr fällt der Weltnichtrauchertag mitten in die Corona-Krise, das Stichwort lautet folgerichtig „Tabak und Lungengesundheit“. Das Gesundheitsministerium fordert die Raucher dazu auf an Programmen zur Raucherentwöhnung teilzunehmen. Das Gesundheitsministerium betont die Rolle der Lungen als „Sauerstoff“-Zentrale, die eine Schlüsselrolle für Gesundheit und Wohlbefinden spielen. Dank der Arbeit der Lunge kann der Körper die Leistungen bringen die das Leben verlangt: Gehen, Laufen, Sport treiben, arbeiten, sich einfach nur bewegen.

Vor allem die Lungen sind der Verschmutzung durch Tabakrauch ausgesetzt, mit dramatischen Folgen: 90 Prozent der Lungenkrebserkrankungen werden durch Tabak verursacht, mehr als 80 Prozent der Lungenkrankheit COPD werden durch Rauchen verursacht, Asthma wird durch Rauchen verschlimmert. Es kann zu Krebserkrankungen der Zunge, des Rachens, des Kehlkopfs, oder der Stimmbänder kommen. Kinder, die Tabakrauch ausgesetzt sind, entwickeln häufiger Bronchitis, Lungenentzündung, Ohreninfektionen und Asthma. Angesichts der aktuellen Situation der COVID-19-Pandemie erinnert die WHO daran, dass Rauchen die Menschen anfälliger für das Virus macht. Weil das Corona-Virus zuerst die Atemwege angreift, ist es wahrscheinlicher, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern eine schwerere Form der COVID-19-Krankheit entwickeln. Das Gesundheitsministerium appelliert an die Raucher, dass es in jedem Alter möglich ist, mit dem Rauchen aufzuhören: Schon 48 Stunden nach dem Ende des Rauchens wird der Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Nach einem Jahr ist die Atmung wieder normal und das Risiko eines Infarkts um die Hälfte reduziert, nach zehn Jahren halbiert sich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben. Die Kampagne „Ne laissez pas le tabac vous couper le souffle!“ soll laut Gesundheitsministerium vor allem die Lebensqualität der Menschen verbessern.


www.tabac-stop.lu.