LUXEMBURG
LJ

Straßenbauverwaltung stößt bei der Gewährleistung des Winterdiensts an ihre Grenzen

Zum Glück ist Luxemburg bislang noch von harten winterlichen Bedingungen verschont geblieben. Ansonsten könnte es zu Schwierigkeiten bei den Winterdiensten kommen. Denn die Straßenbauverwaltung verfügt generell nicht über ausreichend Fahrer mit Lastwagenführerschein, wie Mobilitäts- und Infrastrukturminister François Bausch (déi gréng) nun in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des DP-Nordabgeordneten André Bauler schreibt. Dieser hatte bereits am 19. November in einer Dringlichkeitsfrage zur Gewährleistung des Winterdiensts im Kanton Clerf nachgehakt, nachdem ihm zu Ohren gekommen war, dass die Straßenbauverwaltung den Winterdienst dort nicht überall gewährleisten und die Fahrer ihre Ruhezeiten nicht einhalten könnten. Die Dringlichkeit der Frage wurde allerdings nicht anerkannt. Wäre das passiert, hätte der Minister innerhalb einer Woche antworten müssen.

Bausch versichert allerdings, dass im Winter für die „Ponts & Chaussées“ der Winterdienst alle normalen Instandhaltungsarbeiten überlagert und die Verwaltung sich organisiert, damit sie diesen gewährleisten kann.

Bei Engpässen helfen private Unternehmen aus

Bei Engpässen personeller oder materialtechnischer Natur würde die Straßenbauverwaltung auch auf Privatunternehmen zurückgreifen - wie es beispielsweise auch bei den rheinland-pfälzischen Nachbarn der Fall ist. Der Landesbetrieb Mobilität hat hier mit seinen 57 Straßenmeistereien und 13 Autobahnmeistereien rund 1.600 Betriebsdienstmitarbeiter und bis mehr als 570 Winterdienstfahrzeuge eingesetzt. Dies sind rund 350 eigene Fahrzeuge des LBM und circa 220 Unternehmerfahrzeuge, die speziell für den Winterdienst angemietet sind.

Im Fall des Kantons Clerf sei eine zeitweilige Neuzuordnung von Personal zu den verschiedenen Winterdienstbrigaden und eine Anpassung der Bereitschaftsdienste vorgenommen worden, damit die Region abgedeckt werden könne. „Es versteht sich von selbst, dass die Straßenbauverwaltung immer darauf achtet, dass ihre Fahrer ihre obligatorischen Ruhezeiten einhalten und die maximalen Fahrzeiten nicht überschreiten“, versichert François Bausch. Um den Mangel an Lastwagenfahrern langfristig zu beheben, würden die „Ponts et Chaussées“ die Einstellung von neuen Mitarbeitern mit dem entsprechenden Führerschein bevorzugen.