PASCAL STEINWACHS

Wie die Zeiten sich doch ändern. Während bis vor ganz kurzem noch sämtliche politischen Parteien, die sich für einigermaßen staatstragend halten, alles dran setzten, um so viele Vertreter ihrer Couleur wie nur irgendwie möglich im Staatsrat unterzubringen (der ja eine Art Chamber ist, nur dass diese wie eine Dunkelkammer funktioniert, und die Staatsräte und -rätinnen sich nicht einmal dem Wähler stellen müssen), scheint die Hohe Körperschaft am Bockfelsen - der ja auch noch als Akropolis von Luxemburg bekannt ist - inzwischen zum Organa non grata geworden zu sein. Nachdem die adr nämlich kein geeignetes „Framënsch“ aufgetrieben hatte, jedoch partout an ihrer „Mannspersoun“ festhält, will nun auf einmal auch die CSV (die stattdessen einen Kandidaten hätte vorschlagen können) nicht mehr - an „politischen Spielchen“ werde seine Partei sich nicht beteiligen, wie CSV-Obmann Marc Spautz sich diesbezüglich ausdrückte.

Nicht zum Spielen zumute ist aber auch den Machern der Forschungsseite „science.lu“, behandeln diese doch momentan solch unausweichliche Themen wie „Wisou kréie Männer eng Morgenlatte?“ (nicht zu verwechseln mit Latte macchiato). Es lebe die Wissenschaft...