CLAUDE KARGER

„Ich muss zum Bäcker. Neuerdings muss ich lauter sprechen und genauer artikulieren, wenn ich geschnittenes Brot und eine „Aachtchen“ haben möchte“, beklagte sich dieser Tage ein „T“-„Corona-Tagebuch“-Schreiber. In der Tat muss man in diesen Maskenball-Zeit fester durch das Ding parlieren, ansonsten vielleicht noch jemand die „Aachtercher“ halbiert... A propos: Endlich gibt es wieder Halbzeiten, denn es darf wieder Draußen Sport getrieben werden. Wobei es gleich rote Karten gibt, wenn die Barrieregesten nicht eingehalten werden. Aber so ein American Football-Match ohne schallende Liebkosungen ist wirklich nicht gerade sexy. Wir skaten ohnehin lieber zum Ultimate Frisbee. Und kitzeln uns mit Barefoot-Wasserski fit. Fitter und viel weniger nervös ist mittlerweile übrigens auch Premier und EU-Premier a.D. Jean-Claude Juncker, der am Samstag im RTL-Background verriet, er habe mit dem Quarzen aufgehört. Auch mit Politik sei Sense, selbst in der CSV: „Ech hu meng Mëllech ginn!“ Dafür scheint er sich nun dem Heimwerken stärker zu widmen: „Ich bin für das beharrliche Weiterbohren dicker Bretter, nicht fürs Ersetzen dicker Bretter durch dünne Latten“, sagte er unlängst der Deutschen Presseagentur. Bei dem Gespräch ging es allerdings um die laufenden Reparaturarbeiten an der EU. Ob dafür aber Zange und Hammer noch reichen?