Wenn die Erzbistumszeitung zur Füllung ihres hauseigenen Sommerlochs nun sogar schon gewesene DP-Fraktionschefs ausgraben muss, dann muss die Lage verdammt ernst sein, dürften doch wohl die wenigsten unter uns noch etwas mit dem Namen Jean-Paul Rippinger anzufangen wissen. Der Mann scheint über seine politische Laufbahn dann auch derart frustriert zu sein, dass er hier nach dem knallharten Prinzip „never come back“ verfährt. Die BlauRotGrün-Jungens und -Mädels mag er natürlich überhaupt nicht; vom Staatspremier Bettel hätte er sich „mehr Substanz“ und „weniger Bling-Bling“ erwartet. Da trifft es sich gut, dass Rippinger immer noch am stolzesten darauf ist, anno dazumal den „Grand départ du Tour de France“ nach hierzulande bekommen zu haben.
Dann ist Rippinger aber auch überzeugt, dass „einige Regierungsmitglieder regelrechte Amateure in der Politik sind“ („für einige Minister sind bereits fünf Jahre Amtszeit zu lang“), dass Bettel zu viel verdient („hier gibt es Sparpotenzial“), und dass die DP ihren Namen ändern muss („denn sie ist weder demokratisch noch liberal“). Und Charel Goerens, der „scheint in der Wüste verschollen zu sein“, derweil Maggy Nagel tatsächlich „das schwächste Glied der Regierungsmannschaft“ ist. Es lebe die Tour de France...


