Nicht nur mit „Wetten dass...?“ ist im ZDF Sense, auch der legendäre Udo van Kampen zieht einen Schlussstrich. 19 Jahre hat der Mann aus Brüssel berichtet, war hautnah dran an den großen und kleinen Europäern mit denen er nach zähen Gipfeln manchmal auch ein Bierchen zischte. „Europa fehlt es definitiv an Rock‘n‘Roll“, beschrieb van Kampen dieser Tage in der „Berliner Zeitung“ die Schieflage der Union. Wer aber soll da wieder ordentlich Takt reinbringen? Während EU-Ratspräsident Tusk die Trommel hauen muss, müsse es für Jean-Claude Juncker definitiv die „Lead-Gitarre“ sein, sagt der ZDF-Europaexperte: „Juncker ist ein Glücksfall für Europa, seine Kommission ist eine kleine Revolution“. Naja. Bislang hat man ja vor allem gehört, wie gleich in der ersten Amtswoche eine Saite gesprungen ist, nachdem die „LuxLeaks“-Bombe einschlug. Fest steht: Am EU-„Rock‘n‘Roll“ muss noch mächtig gefeilt werden. Vielleicht sollten sich die Macher mal die gesammelten Werke von AC/DC reinziehen, deren Erfolgsrezept das „tageblatt“ wie folgt beschreibt: „Einfache Melodien, einfache Texte und vor allem immer wieder die gleichen Hits. Die Fans lieben das“. Immer die gleiche Mucke ist aber auch riskant. Denn das könnte über kurz oder lang auch auf den „Highway to hell“ des Niedergangs führen.