LUXEMBURG
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Heute wird weltweit der Erdüberlastungstag erreicht

Wälder abgeholzt, Flüsse verunreinigt, Arten dezimiert: Die Menschheit hat ihr Budget an natürlichen Ressourcen für dieses Jahr rechnerisch an diesem Montag aufgebraucht. Nach neuen Berechnungen der Denkfabrik „Global Footprint Network“ lag der Erdüberlastungstag 2019 damit gleichauf mit 2018 auf dem 29. Juli. Das waren drei Tage vor 2017 und sieben Tage vor 2016. Rein rechnerisch beanspruche die Weltbevölkerung derzeit die Ressourcen von 1,75 Erden. Vor 20 Jahren lag der Tag, ab dem die Menschen aus ökologischer Sicht über ihre Verhältnisse leben, nach neuen Berechnungen noch im September.

Weltweite Verlagerung

2018 wurde der Erdüberlastungstag am 1. August begangen. Die Experten haben jedoch die Daten der Erdüberlastungstage der vergangenen Jahre nun mit zusätzlichen Quellen neu berechnet, so dass sich die Daten der vergangenen Jahre rückwirkend leicht verschoben haben.

Vom Welterschöpfungstag an werden Ressourcen verbraucht, die nicht mehr im Lauf des Jahres nachwachsen. Vor allem der Lebensstil in reichen Industrienationen belastet das Konto, ärmere Länder gleichen es noch ein wenig aus. „Wir konsumieren und wirtschaften als gäbe es kein Morgen“, mahnte die Umweltstiftung WWF.

Mehrere Umweltschutzorganisationen forderten, das Paradigma des Wirtschaftswachstums hinter sich zu lassen und mehr für den Umweltschutz zu tun. In die Berechnungen fließen zum Beispiel der Verbrauch von Holz, Ackerland und Fischgründen ein, außerdem der CO2-Ausstoß und der Flächenverbrauch - nicht aber endliche Ressourcen wie Erdöl.

Luxemburg jenseits des Limits seit Februar

In der Rangliste jener Nationen, die am schnellsten ihre jährlich natürlich produzierten Ressourcen aufbrauchen, befindet sich Luxemburg Laut „Global Footprint Network“ an zweiter Stelle. Seit dem 16. Februar also lebe das Großherzogtum auf Pump. Nur der Katar kann Luxemburg hier schlagen - um gerade einmal fünf Tage. Bei den belgischen Nachbarn war die Grenze am 6. April, in Deutschland am 3. Mai und in Frankreich am 14. Mai überschritten. Wenn man den ökologischen Fußabdruck Luxemburgs nehmen und ihn auf die Welt übertragen würde, bräuchte man die Ressourcen von über sieben Erden. Der Wert lag bei 7,9 im Jahr 2016. Ein trauriger Höhepunkt wurde 2003 mit 9,88 Erden erreicht. Selbst 1963 brauchte man noch 3,96 Erden.


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