LUXEMBURG/VIANDEN
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Die Pforten der Zeit mit dem Schloss Vianden als Kulisse

Schloss Vianden ist aus Ruinen auferstanden: Bis 1977 lag das Bauwerk in Trümmern, dann wurde es wieder aufgebaut. Dabei stellte sich ein Problem: Die während über 1.000 Jahren bewohnte Burg wurde ständig um- und ausgebaut. So fand man nun großartige Bauzeugnisse aus den unterschiedlichsten Epochen. Die Lösung bestand darin, diese architektonischen Meisterwerke jeweils wieder in Stil ihrer Zeit herzustellen. Schloss Vianden ist deshalb heute nicht ein Abbild einer bestimmten Zeit sondern eine Mischung aus verschiedenen Epochen.

Besucht man heute Schloss Vianden, so betritt man mit jeder Tür, durch die man schreitet, eine andere Epoche. Das Leben in dem alten Gemäuer darzustellen ist die Idee der Veranstaltung „Portae Temporis“ (Die Pforten der Zeit), das am Wochenende einmal mehr versuchte, „jeden Raum im Schloss wieder mit dem Leben zu füllen, das einst dort war“, wir die Organisatoren der Events - das Viandener Schloss und das Kulturministerium - unterstrichen.

An der „Zeitreise durch die Jahrhunderte“ beteiligten sich 18 Gruppen und Einzeldarsteller, insgesamt über 60 Teilnehmer, die verschiedene Aspekte des Lebens aus dem Zeitraum von 13. bis zum 18. Jahrhundert darstellten.

Gezeigt wurden unter anderem: Textilherstellung, Korbflechterei, Eisen- und Holzverarbeitung, Waffen, Rüstungen und Kampftechniken, Musik, Küche, Kräuterkunde, Medizin, Chirurgie, Hofhaltung, Bürgerleben, Templer und andere Ritterorden, Malerei, Lesen und Schreiben, Buchbinden...