Bei Gelegenheit des morgen abgehaltenen Weltwassertages stellte die Stadt Luxemburg gestern Vormittag in Beggen, „in einer der modernsten Kläranlagen Europas“, wie Stadtschöffin Simone Beissel unterstrich, die Bilanz ihrer Dienststellen „Wasser“ und „Kanalisation“ vor.
Über 7,5 Millionen Kubikmeter Wasser wurden im vergangenen Jahr an die Haushalte der Hauptstadt geliefert. Seit dem Jahr 2000, als diese Zahl bei über zehn Millionen Kubikmeter lag, ist eine kontinuierliche Reduzierung festzustellen. Dies liegt einerseits an der Sensibilisierung der Bürger, andererseits daran, dass Wasserlecks schnell entdeckt und repariert werden.
Neue Wasserzähler für die Haushalte der Hauptstadt
Weiter war gestern zu erfahren, dass bislang 3.641 neue Wasserzähler in den Haushalten der Stadt Luxemburg angebracht wurden. Bis 2020 sollen alle Haushalte der Stadt Luxemburg mit neuen Zählern ausgestattet sein, die es erlauben, den Verbrauch extern abzulesen und zu verrechnen, wie Simone Beissel zu berichten wusste. Kostendeckend sind er Wasserpreis mit 2,34 Euro pro Kubikmeter und der Abwasserpreis mit 2 Euro/Kubikmeter.
Mitte des Jahres sollen die Bauarbeiten zu dem neuen, von Architekt Jim Clemes konzipierten Wasserturm im „Ban de Gasperich“ in Angriff genommen werden. In diesem Zusammenhang war auch zu erfahren, dass auch das Stadtviertel Kirchberg einen neuen Wasserturm erhalten soll. Ein diesbezüglicher Architekten- und Ingenieurs-Wettbewerb wird demnächst ausgeschrieben werden.
Weiter war gestern Vormittag zu erfahren, dass die Quellen „Siweburen“ und „Mühlenbach“ neu gefasst, der Wasserbehälter auf Limpertsberg vergrößert und das Trinkwassernetz konstant erneuert werden sollen.
15 Millionen Kubikmeter Abwasser geklärt
Was nun das Abwasser betrifft, so wurden im vergangenen Jahr in der Hauptstadt über 15 Millionen Kubikmeter Abwasser geklärt. Wie unterstrichen wurde, werden in den beiden Kläranlagen in Bonneweg und Beggen nicht nur die Abwasser der Stadt Luxemburg behandelt, sondern auch das der Gemeinden Bartringen, Strassen, Leudelingen, der Ortschaft Roedgen und des westlichen Teils von Findel (Gemeinde Sandweiler).
In Sachen Bauarbeiten sticht die Verbindung der Kläranlagen Bonneweg und Beggen hervor. Tief unter der Stadt Luxemburg wird ein 6,15 Kilometer langer und zwei Meter dicker Abwasserkollektor verlegt, der es nach Fertigstellung ermöglichen soll, das Wasser über ein Jahr früher in der Beggener Kläranlage zu behandeln. Aller Voraussicht nach sollen die Arbeiten Anfang 2017 abgeschlossen sein. Der Kostenpunkt dieses Vorhabens beläuft sich auf 51 Millionen Euro.
Auf einen Blick
Weiter wurde mitgeteilt, dass ab jetzt alle Einwohner der Hauptstadt die Möglichkeit haben, auf der Internet-Seite vdl.lu unter Angabe ihrer Adresse genau nachlesen können, von wo ihr Trinkwasser herstammt, wie die letzten Qualitätsanalysen ausgefallen sind oder wie hoch der Härtegrad des Wassers ist.
Ende März kann man unter der genannten Adresse auch nachlesen, welche Pestizide im Wasser der Stadt Luxemburg gefunden wurden.



