LONDON
AP

Ein 41-jähriger Brite ist in Großbritannien für den Mord an vier jungen Männern zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Einige Hinterbliebene klatschten, als das Gericht am Freitag das Urteil verkündete. Der Mann hatte demnach seine Opfer bei Online-Treffen zu sich eingeladen, mit drogenhaltigen Drinks willenlos gemacht und vergewaltigt, bevor er sie umbrachte. Zudem befand ihn das Gericht für zahlreiche sexuelle Übergriffe auf sieben weitere Männer für schuldig.

Eine unabhängige Aufsichtskommission prüft inzwischen, wie die Polizei mit dem Fall umgegangen ist. Untersucht wird vor allem, warum Ermittler nicht frühzeitig eine Verbindung zwischen den vier Todesfällen herstellten, die sich innerhalb von 15 Monaten ereigneten.

Der Verurteilte hatte die Leichen in oder nahe einem Friedhof abgelegt, der nicht weit von seiner Wohnung entfernt ist. Dabei verwendete er nach Angaben des Gerichts große Mühe darauf, ihren Tod als Selbstmord erscheinen zu lassen. So habe er gefälschte Selbstmordnotizen hinterlassen. Die Polizei nahm erst Ermittlungen wegen Mordes auf, als die Familie eines der Opfer - alles Männer in ihren 20er Jahren - darauf drang.