LUXEMBURG
PIERRE WELTER, FREIER JOURNALIST

Escher Mordprozess: Berufung des Jamek M., der seine Ex-Frau erschoss, abgeschmettert

Der zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilte Jamek M. hatte die Länge seiner Gefängnisstrafe anfechten lassen. Doch im Berufungsprozess ist M. mit seinem Verlangen gescheitert. Das Berufungsgericht bestätigte am Dienstag die lebenslange Haftstrafe, die in Luxemburg zeitlich begrenzt ist. Der 59-Jährige wollte erreichen, dass seine Strafe abgemildert wird. Sein neuer Verteidiger Maître Roland Michel forderte eine Freiheitsstrafe von 15 bis 20 Jahren. Die Staatsanwaltschaft lehnte dies in ihrem Plädoyer ab und forderte erneute lebenslange Haft.

Sechs Schüsse - einer Hinrichtung gleich

Das Bezirksgericht Luxemburg hatte den heute 59-jährigen Angeklagten am 12. Juli 2018 zu dieser Haftstrafe verurteilt. Es sprach den Beschuldigten schuldig, seine Frau am 7. Januar 2015 in Esch/Alzette mit sechs Schüssen, davon vier in den Kopf, getötet zu haben.

M. hatte am 7. Januar 2015 im Hinterhof in Esch/Alzette seiner Ex-Frau aufgelauert. Als die Frau in die Garage fuhr, feuerte der Angreifer seine Waffe aus nächster Nähe ab. Den Ermittlern zufolge kamen die tödlichen Kugeln aus einer vollautomatischen Pistole aus tschechischer Herstellung. Die Frau starb binnen kürzester Zeit. Die Staatsanwaltschaft sprach von einer „regelrechten Hinrichtung.“