LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Mouvement Ecologique besteht auf Rückbau der N7 nach der Fertigstellung der Nordstraße

Die Umweltorganisation Mouvement Ecologique (Méco) war noch nie ein Freund der so genannten Nordstraße, der Autobahnverbindung von Luxemburg aus in Richtung Ettelbrück/Diekirch und weiter bis zur nördlichen Spitze des Landes.

Da man den Bau nicht verhindern konnte und nun die Eröffnung des letzten Teilstücks der Nordstraße für den 23. September angekündigt wurde, sieht sich der Umweltverband genötigt, darauf hin zuweisen, dass eines der erklärten Ziele des Autobahnbaus auch die Entlastung des Alzettetals ist. Laut Blanche Weber sei auch für die „Konvention Uelzechtdall“, einem Zusammenschluss der Gemeinden nördlich der Hauptstadt, eines der Ziele die Erarbeitung eines gemeinsamen Verkehrskonzeptes. Schon von Minister Claude Wiseler (CSV), mittlerweile Oppositionsführer, sei ein entsprechendes Projekt angekündigt worden, geschehen sei bis heute nichts.

Nach Auffassung des Méco muss es an vielen Stellen zu einem Rückbau, vulgo Verengung, der N7 kommen, um die Lebensqualität der Anwohner wieder anzuheben. Die N7 dürfe nicht als zweiter Transitweg neben der Autobahn erhalten bleiben. Die Nationalstraße sollte dem ÖPNV, den Radfahrern und den Fußgängern gehören - und dem regionalen Autoverkehr. Durch entsprechende bauliche Maßnahmen, wie Einfassung durch Bäume, Verkehrsinseln, gegenüber dem normalen Straßenniveau angehobene Kreuzungsbereiche und Fußgängerüberwege und in die Fahrbahn gerückte Bushaltestellen - statt Busbuchten - soll die Strecke für den Transitverkehr so unattraktiv wie möglich werden. Durch die Umgestaltung würde der Bereich der N7 für die Anwohner aber umso attraktiver.

Méco-Präsidentin Blanche Weber und ihre Mitstreiter appellieren an die nationale und kommunale Politik, den Worten Taten folgen zu lassen und endlich ein Konzept für die Verkehrsberuhigung entlang der N7 von Bereldingen bis Lintgen vorzulegen. Spätestens am 23. September müssten die ersten Ideen in die Realität umgesetzt werden, um von vorne herein eine doppelte Pendlerwelle auf Autobahn und N7 zu verhindern.