CLAUDE KARGER

Er bleibt der Politik also erhalten: Unser radelnder Chefdiplomat hat auch dieses Jahr den kahlen, fies steilen und windgepeitschten Mont Ventoux bezwungen. Packe er diese „Tour de Force“ am Ende seiner traditionellen Frankreich-Rundfahrt nimmer, sagte er uns einmal im Interview, sei es Renten-Zeit. Auf dem Gipfel wurde der hartgesottene Radsportler, der zur Sicherheit schon mal unten am Berg ein gelbes Trikot übergestreift hatte, laut Fratzenbuch sogar von einer waschechten Staatssekretärin empfangen. „Au sommet...Francine est relaxe...l’autre légèrement plié... le vélo inébranlablement le même“, war der Vielstrampler denn auch noch zu Späßen aufgelegt. Auf das alte provenzalische Sprichwort „n’est pas fou qui monte au Ventoux, est fou qui y retourne“, gibt der Jang also nix, gemäß dem alten luxemburgischen Sprichwort „Quetschen och!“ - „Passende Antwort wenn Sie jemandem keinen Glauben schenken“, erklärt das offizielle Luxemburg-Portal den derzeitigen „Sproch vun der Woch“. Kaum zu glauben ist indes der Sommer-Feuilleton über eine mittlerweile zur „Phantom-Liste“ (laut „T“) mutierte Partei. Ein Berg- und Tal-Rennen mit schlimmem Ende. Weit sicherer ist da Achterbahnsausen auf der Schobermesse. Wir vermeiden das aber lieber. Denn bei der Ankunft fühlen wir uns stets „légèrement plié“.