LUXEMBURG
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Ab 2021 gilt eine neue EU-Verordnung zum Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge

Der Luftraum in Europa wird immer voller. Neben den Passagier- und Frachtflugzeugen, Helikoptern und sonstigen Fluggeräten tummeln sich dort auch immer mehr sogenannte „unbemannte Luftfahrzeuge“, auch als „Drohnen“ bekannt.

Es drängt sich also - nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund von Unfällen oder Behinderungen von Flughäfen und anderen Aktivitäten durch Drohnen - bereits seit längerem eine einheitliche europäische Regelung für die Geräte auf.

Seit Juni 2019 liegt in dem Sinne die Verordnung EU 947/2019 vor, die eigentlich ab dem 1. Juli in allen Mitgliedstaaten gelten, wobei für einzelne Bestimmungen ein Übergangszeitraum bis 30. Juni 2022 festgehalten wird. Durch die Corona-Krise wurde die Anwendung der Direktive allerdings auf den 31.Dezember 2020 verschoben, so dass bis dahin die nationalen Regeln weiter gelten. Die Regelung soll sicherstellen, dass Hersteller und Nutzer EU-weit die Sicherheit, Privatsphäre, den Umgang mit persönlichen Daten und den Umweltschutz respektieren.

Drei Kategorien

Neu ist etwa, dass die Geräte in drei Kategorien aufgeteilt werden, je nach Risikograd für Kollisionen oder Schäden. Die Kategorie „Open“, die ein geringes Risiko aufweist, entbehrt einer Genehmigung. Geräte der Kategorien „Specific“ und „Certified“, die hohen technischen und Sicherheitsstandards genügen müssen, dürfen nur von ausgebildeten Piloten gesteuert werden und müssen unbedingt von der nationalen Zivilluftfahrtsbehörde genehmigt sein. Auch müssen sich Drohnen-Piloten zukünftig registrieren, wenn ein bestimmtes Aufstiegsgewicht erreicht ist.

Die „Direction de l‘Aviation Civile“ hat ihr Genehmigungssystem bereits im vergangenen November mit Blick auf die EU-Regelung umgestellt. Jeder private und kommerzielle Drohnennutzer muss eine Genehmigung beantragen, die in zwei Ausführungen besteht.

Zum einen die „autorisation générique“, die es dem Nutzer erlaubt, eine Drohne von weniger als vier Kilo Gewicht am Tag und nicht höher als 50 Meter über dem Boden zu fliegen.

Eine spezifische Genehmigung brauchen Drohnen-Flieger, die ein Gerät von mehr als vier Kilo Masse steigen lassen, nachts fliegen möchten, höher als 50 Meter steigen wollen oder in einer der ausgewiesenen Schutzzonen fliegen möchten, in der ein Drohneneinsatz normalerweise nicht erlaubt ist.

Es versteht sich quasi von selbst, dass Drohnenflieger einer Menge anderer Voraussetzungen genügen müssen, wie etwa im Besitz einer Haftpflichtversicherung zu sein. Kommerzielle Drohnenbetreiber müssen natürlich dem Niederlassungsrecht genügen und außerdem eine Steuer von 619,73 Euro ausrichten.

Mehr Infos gibt es hier: tinyurl.com/DACundDrohnen - Die Seite wird laufend aktualisiert.