LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

So kann man sich täuschen: Gesundheitsministerin Paulette Lenert, die beliebteste Sozialistin aller Zeiten, die während dem Lockdown das Gesicht der Regierung war und die sich quasi tagtäglich via Videoschalte an das Land richtete, hat auch „ein Leben außerhalb der Arbeit“, wie der www-„lessentiel“gestern aus einem Interview mit seinem hauseigenen Radio zitierte. „Ich arbeite nicht Tag und Nacht“, so Lenert, deren Start in den Tag anscheinend damit beginnt, „indem ich mich ausruhe und mit meinem Hund spazieren gehe“. Respekt! Nach dem Schlafen erst mal ausruhen - so macht sogar das Leben als Minister Spaß. Abends - zwischen dem Gassigehen und dem Feierabend geht sie wahrscheinlich malochen, aber das geht aus dem „Lessentiel“-Interview leider nicht hervor - trete sie dann einen Schritt zurück: „Ich lese oder sehe gerne fern“. Wirklich grundsympathisch diese Frau Lenert.
Gehörig durch den Wind scheint hingegen der „Tageblatt“-Chefredakteur zu sein, ging dessen gestriger Leitartikel doch um „Pferde, Hunde und Lemminge“, genauer um „Rennpferde, Wachhunde und Lemminge“, gerade so, als hätte unser Land momentan keine anderen Probleme. Der Mann sollte seinen Tag in Zukunft vielleicht auch besser mit Ausruhen beginnen - dann kommt er auf andere Ideen...