WALFERDINGEN
SIMONE MOLITOR

Das Geheimnis wird stets gehütet wie ein wertvoller Schatz. Niemand erfährt im Vorfeld, wer den begehrten „Lëtzebuerger Buchpräis“ in den vier verschiedenen Kategorien mit nach Hause nehmen darf. Die Spannung wurde auch Donnerstagabend wieder vor zahlreichen Gästen in Walferdingen bis zur letzten Sekunde hochgehalten.

Der „Lëtzebuerger Buchpräis“ wird bekanntlich jedes Jahr im Vorfeld der eigentlichen „Walfer Bicherdeeg“ von den „Lëtzebuerger Bicherediteuren“ in Zusammenarbeit mit dem Verband der Luxemburger Buchhändler organisiert. Nachdem eine fünfköpfige Jury die 44 Titel der Longlist im Sommer kritisch gelesen und schließlich die Shortlist mit 16 Titeln vorgestellt hatte, war es am Publikum, seine Favoriten zu wählen. Donnerstagabend wurde das Geheimnis im Festzelt der derzeitigen Büchergemeinde gelüftet.

Die Sieger

In der Kategorie „Beau-Livre“ ging der „Lëtzebuerger Buchpräis“ an Marc Schoentgen und Pierre Even für „Die Dynastie Luxemburg-Nassau“ (Editions Saint-Paul). In der Kategorie Fiction konnte Claudine Muno mit „Komm net kräischen“ (Op der Lay) das Publikum überzeugen. Maischi Tibesart siegte mit „E Maufel Lëtzebuerg“ (Editions Guy Binsfeld) in der Kategorie Non-Fiction. Als bestes Kinder- und Jugendbuch wurde „Eng Maus am Haus“ (Op der Lay) von Renée Weber ausgezeichnet.

Zudem vergab die Jury auch wieder einen Spezialpreis, der nicht den nominierten Titeln als solchen, sondern einer Person beziehungsweise einer Personengruppe, die dem Buch durch ihren Beitrag zu einer besonderen Wertigkeit verholfen hat, gewidmet ist. So ging der „Prix Coup de Coeur“ der Jury an Carla Lucarelli, Jeff Schinker, Nathalie Ronvaux, Ian de Toffoli, Guy Helminger, Gast Groeber, Raoul Biltgen, Florent Toniello, Francis Kirps, Tullio Forgiarini, Nora Wagener und Jean Bürlesk für „Impossible Readings“ (Hydre Editions).