LUXEMBURG
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Die „Robbesscheier“ in Munshausen feierte ihr 30-jähriges Bestehen

30 Jahre „Robbesscheier“ in Munshausen wurden an diesem Wochenende gefeiert. Gefühlt hat es dieses touristische Zentrum des Nordens doch schon immer gegeben? Weit gefehlt, aber sie ist ein Beispiel dafür, was entschlossenes Bürgerengagement erreichen kann.

Am besten beschrieben in einem Satz, der in allen Pressemitteilungen und Einladungen zum 30-jährigen Bestehen zitiert wurde: „Do stung eng aal Braak matzen am Duarref, ganz verkommen, hallef baufällig, zu näischt mi notz. D’Jungen ha gebotzt, gefléckt, en neien Daach op dat aalt Gebai gemaat an e Café ageriicht.“ Ausgesprochen von Emile Eicher, dem heutigen Bürgermeister von Clerf und Vorsitzenden des Städte- und Gemeindebundes SYVICOL.

Aus der spontan Idee ein neues Dorfcafés zu schaffen, entwickelte sich ein Highlight für Gäste und ein Konglomerat von touristischen Einrichtungen. Heute wird das ganze Netzwerk, von der Robbesscheier, über den Cornelishaff in Heinerscheid, bis zur Rackésmillen in Enscheringen und weiteren Zielen, vom „Tourist Center Clervaux“ mit rund 50 Mitarbeitern gemanagt.

Synonym für „Ardenner Pferd“

Die Robbesscheier, die heute ein Synonym für die Pflege ländlichen Brauchtums und Leben ist, hat auch einen überaus wichtigen Beitrag zur Renaissance der Ardenner Pferde geleistet - der Tag des Ardenner Pferds gehört zu den festen sommerlichen Terminen für Pferdefreunde.

Gestern wurde das dreißigjährige Bestehen zunächst mit einem Festakt gefeiert, an dem unter anderem Parlamentspräsident Fernand Etgen, Bürgermeister Emile Eicher und Marie-Josée Jacobs, die Präsidentin des „Tourist Center Clervaux“, teilnahmen.

Für das breite Publikum war aber der „Tag der Offenen Tür“ sicherlich erheblich interessanter. Gestern Kutschfahrten, Eselreiten, Vorführungen in der Schmiede und Ardenner Pferde live bei der Arbeit erleben zu können - das zog die meisten Besucher zur Robbesscheier in Munshausen.