CLAUDE KARGER

Bei Wortspielen sollte man gemeinhin besonders aufpassen. „Leyden an der Frauenquote“ fusionierte so gestern das „T“ Leiden und von der Leyen in einem seltsamen Kunstwort.

Wahrscheinlich kommen Ausrutscher à la „von der Leyden“ aber noch öfter vor, hat die Juncker-Erbin doch schon arg Mühe eine Kommission zusammenzuzimmern - die Leyden der nicht mehr ganz so jungen Ursula halt.

Und die Sache mit der Kommissions-Geschlechterparität ist ohnehin schon verfehlt. Seit Jahrzehnten nicht in der hiesigen Polit-Landschaft zu verfehlen ist indes Alex Bodry, der amtierende Fraktionschef der Genossen, den es bald in den Staatsrat ziehen dürfte. Das „T“ hat ihn sogar am fünften Jubiläum seines Rücktritts vom Düdelinger Bürgermeisteramt zum „Kopf des Tages“ gekürt und verrät dabei einiges über den Enkel von „Fohrmanns Jängi“: so sammele Bodry, wenn er nicht gerade Audienzen als „Verfassungspapst“ (wie das „Land“ mal über ihn schrieb) hat, gerne Kunstobjekte.

Außerdem sei er „ein bekennender Harry Potter-Fan“.

Zum Glück gehört er bald zu den Hütern des Steins der Weisen, nachdem er lange in der Kammer des Schreckens die Stellung hielt.