LUXEMBURG
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Noch viel länger als die Entwicklungszusammenarbeit reicht die Migrationsgeschichte zwischen Kap Verde und Luxemburg zurück. Doch allzu viel war bislang nicht über die kapverdische Gemeinschaft bekannt, die über die Jahre stetig gewachsen ist. Eine Studie des „Centre d‘étude et de formation interculturelles et sociales“ (CEFIS) hat nun diese Bevölkerungsgruppe untersucht - und einiges in Bewegung gebracht.

Luxemburg und Cabo Verde:Eine langjährige Zusammenarbeit

Auf das Ende der 1980er Jahre gehen die Beziehungen in der Entwicklungshilfe zwischen dem Großherzogtum und Cabo Verde zurück.Der Inselstaat ist einer der sieben Hauptpartnerländer der luxemburgischen Kooperationspolitik. Das vierte Kooperationsprogramm („Programme Indicatif de Coopération“(PIC) genannt) sieht für den Zeitraum von 2016 bis 2020 ein Budget in Höhe von 45 Millionen Euro vor, die vor allem in den Bereichen Beschäftigung, Wasser und Wasseraufbereitung sowie erneuerbare Energien investiert werden sollen.

Kap Verde (Cabo Verde) ist ein afrikanischer Inselstaat fast 600 Kilometer von der afrikanischen Westküste entfernt. Die rund 4.000 Quadratkilometer Landfläche verteilen sich auf 15 Inseln, von denen neun bewohnt sind. Die Inseln wurden erst im 15. Jahrhundert unter portugiesischer Krone besiedelt. Etwas mehr als eine halbe Million Menschen leben auf den Inseln, viele mehr über den Globus verteilt. Das von dort in die Heimat überwiesene Geld stellt eine wichtige Einnahmequelle dar und soll zwischen 2005 und 2010 im Durchschnitt elf Prozent des BIP des Landes ausgemacht haben. Anders als es der Name suggerieren mag, herrscht auf den Inseln ein trockenes Klima. 85 Prozent seines Lebensmittelbedarfs importiert der Staat. 1975 sagte sich der Inselstaat von Portugal los. Präsident der Republik ist derzeit Jorge Carlos Fonseca. Die Amtssprache ist Portugiesisch, Nationalsprache indes das Kapverdische Kreol (Krioulo). Kap Verde kann über die vergangenen zwei Jahrzehnte ein vergleichsweise stabiles Wachstum aufzeigen. Armut, Ungleichheiten und Arbeitslosigkeit bleiben aber große Probleme.

Quellen: Eigenrecherche, CEFIS