Das Buch „Chapeaux Dior! De Christian Dior à Stephen Jones“ zeigt mehr als 70 Jahre Hutkreationen des Pariser Modehauses

Eine Hommage an das Know-how und die Kunst der Eleganz hat das Haus Dior mit „Chapeaux Dior!“ als Buch über die Kreationen der Modisten heraus gegeben. Darin defilieren mehr als siebzig Jahre kreativer Passion. 

Christian Dior hatte den Hut als Accessoire zum unumgänglichen Symbol der französischen Haute Couture erklärt. „Es ist das beste Mittel, um seine Persönlichkeit auszudrücken“, schreibt der Modeschöpfer über sein  Lieblingsaccessoire, das ständiger Begleiter jeder seiner 24 Kollektionen ist, die in den Jahren 1947 bis 1957 entstanden.

Von den wertvollen Hüten von Monsieur Dior bis zu denen, die zu den Haute-Couture-Ensembles von Yves Saint Laurent gehörten, zeigt das Buch die schönsten Werke und erweckt Erinnerungen an die modistischen Kunstwerke des Hauses Dior. Weiter führt die Reise durch die Dior‘sche Modegeschichte mit dem Blumen-Kopfschmuck von Marc Bohan, den opulenten, breitkrempigen Hüten von Gianfranco Ferré und den traumhaften Kreationen von John Galliano. Den Abschluss machen die poetischen Kopfbedeckungen von Raf Simmons und der Federschmuck von Maria Grazia Chiuri.

Gezeigt werden in diesem außergewöhnlichen Kunstband eine Serie exklusiver und bisher unveröffentlichter Fotos von Sølve Sundsbø, sowie emblematische Bilder der größten Modefotografen.

Maiglöckchen am Hut

Ob geflochtene Strohhüte, Hüte, die mit Maiglöckchen, der Lieblingsblume von Christian Dior, verziert oder solche, die aus Taft oder Leder gearbeitet waren, fantasievolle Bibis oder Regenhüte mit Schleier – die Hüte von Dior tragen eine eigene Signatur und stehen für die Inkarnation von Raffinesse  und Feminität. Sie stehen ebenfalls für die wunderschönen Kunstwerke, die Mitzah Bricat schuf, Muse und Mitarbeiterin des Modeschöpfers.

Seit 1996 kreiert Stephen Jones die Hüte für das Haus Dior. Der Modist, der auf der berühmten St. Martins Modeschule in London studiert hatte, eröffnete auch dort 1980 sein erstes Atelier. Zu seinen Kunden gehörten sowohl Rockstars wie  Boy George als auch gekrönte Häupter wie Prinzessin Diana.
Schon in den frühen 1980er Jahren ergab sich eine Zusammenarbeit mit Modedesignern wie beispielsweise Vivienne Westwood und Claude Montana.

Als Kurator der Ausstellung „Hats, an Anthology by Stephen Jones“, die 2009  im Victoria & Albert Museum in London stattfand, machte er sich einen weiteren Namen.

In diesem Jahr sollte die Ausstellung „Chapeaux Dior! L’Art du chapeau, de Christian Dior à Stephen Jones“ im Dior-Museum in Granville unter der künstlerischen Leitung des Dior-Modisten stattfinden, die aber wegen der aktuellen Situation auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wird.

Unter dem virtuosen Blick des Modisten entstand dieses Buch als Begleitwerk zur Ausstellung und enthüllt Schätze des Dior-Archivs.  Stephen Jones zeichnet ebenfalls Texte, zusammen mit Journalisten, der Ausstellungskommissarin  Florence Müller und Vincent Leret, der für das Erbe von Christian Dior Parfums verantwortlich ist.

Chapeaux Dior! De Christian Dior à Stephen Jones, erschienen bei  
Rizzoli New York, 2020 | 240 Seiten, 200 Farbillustrationen, 50 Euro TTC
ISBN 978-0-8478-6903-9