Auch wenn es langweilig und ödig anmutet, so kann das Landwirtschaftsministerdasein doch aber hin und wieder auch total aufregend sein. Gerade erst hatte Fernand Etgen nämlich das große Glück, einem Prachtexemplar der Rundnasen-Grenadierfisch-Gattung die Flossen zu kraulen (wir berichteten), und schon folgt der nächste Streich. So darf sich dieser (Etgen, nicht der Streich) laut Presseeinladung doch heute Nachmittag tatsächlich im Mähen und Dreschen üben („Erntetermin einmal anders - Life im Feld: Minister fährt Mähdrescher“), soll die Pressekonferenz doch „im Feld bei laufenden Mähdrescherarbeiten“ stattfinden; viel „Life“ dürfte danach allerdings nicht mehr übrig sein.
Zu allem Übel muss Etgen dann aber auch noch eine parlamentarische Anfrage von Ali Kaes (nicht zu verwechseln mit der N7) zur varroatoleranten Honigbiene beantworten, liegen die putzigen Bestäuberinsekten dem CSV-Haudegen doch mindestens so sehr am Herzen, wie der langjährigen Bienenkönigin Astrid Lulling („Mir erstécken hei zu Schëffleng“) das geplante Kulturhaus in Schifflingen auf dem Magen liegt. Richtig fies war gestern indes schon wieder die Erzbistumszeitung, die ihren Artikel zum Juncker-Plan mit „Un dernier pour la route“ überschriftete. Ein klarer Fall für den Presserat...


