LUXEMBURG
INGO ZWANK

Baustelle Hamilius sorgt für Umstrukturierung im RGTR-Busliniennetz

Ab dem 1. Juni 2015, und dies pünktlich, wird sich im RGTR-Buslinien-Servicenetz (Régime Général des Transports Routiers) einiges ändern: „Grund hierfür sind die Arbeiten im Bereich ‚Hamilius‘ in Luxemburg-Stadt“, wie der zuständige Minister Bausch gestern ausführte. Der Parkplatz verschwindet bekanntlich und die ganzen Busbahnhöfe „wurden nun aufgeteilt. Der ganze Busdienst musste somit auch für den Bereich RGTR überdacht werden. Doch die Aspekte wurden mit der Stadt Luxemburg zusammen bearbeitet.“ Einige RGTR-Linien, die in die Hauptstadt und ins AVL-Netz einfahren, haben neue Halte- beziehungsweise Endpunkte: „Charly’s Gare, Badanstalt, Monterey Parc in der Hauptstadt sowie Gare Centrale, denn warum sollten diese Linien nicht an den Haltestellen der Stadt stoppen“ - was auch dazu führt, dass „einige Busse eingespart werden können.“ Einige Kunden des RGTR-Netzes müssen dann zwar auf die städtischen Busse umsteigen, weshalb auch die Fahrzeiten entsprechend angepasst wurden, die ab Mitte Mai auf der Homepage der Mobilitätscentrale abrufbar sein werden. „Auch werden die Abfahrtzeiten in der Realzeit im Rahmen des Projektes m-live angezeigt.“ Die Busachsen von AVL und RGTR „sind so etwas zusammengewachsen“, wie Alex Kies, im Ministerium zuständig für den Transport, darlegte.

Keine Änderungen im Schülerverkehr

Im Bereich des Schülerverkehrs soll sich nach Bausch nichts ändern, „vielleicht wird über eine andere Strecke gefahren, aber für die Schüler wird sich sonst nicht ändern.“

So sind hier die Linien 172 (Frisingen-Kirchberg), 215 (Bascharage-Kirchberg) und auch 222 (Steinfort-Kirchberg) nicht betroffen, sie „werden weiter die Stadt ganz durchfahren“, so Bausch. Große Veränderungen gibt es bei beispielsweise bei der Eurobuslinien 120 (Junglinster-Lux-Gare) oder auch der Linie 192 (Kirchberg-Hassel) oder 194 (Sandweiler-Luxemburg-Bettemburg) nicht.

Anders die Linie 125 (Oberanven-Lux-Gare-P+RBouillon), die teils durch die neue RGTR-Linie 167 ersetzt wird. Auch die Linie 144 (Neihaischen-Lux/Royal2) fließt in die neue Linie RGTR 195 ein. Die Linien 167/195 Peppingen/Itzig-Cents werden in zwei neue RGTR -Linien gefasst. „Hier gibt es ab und an einige Verschiebungen bei den Haltestellen“, führte Kies aus.

Am Haltepunkt Royal werden nun die Linien aus dem Osten angehalten, wie Kies präzisierte. Um Charly’s Gare etwas zu entlasten, wurde die neue Haltestelle „Monterey Parc“ eingeführt, sagte Kies, betroffen sind die Linien 240, 248, 255 und 260 (Abfahrt) sowie 202, 203, 212, 321 und 325 (Abfahrt). Auch die Haltestelle Badanstalt ist bei den Abfahrten/Ankünften mit den Linien 100, 290, 295 und 445 betroffen. „Der Hauptbahnhof wird durch diese Neuregelungen etwas entlastet“, sagte Kies, so dass es für den Kunden „etwas einfacher werden wird, seinen Bus hier zu finden.“ Dabei stellte Kies klar, dass „das Netz, wie wir es heute noch kennen, so nicht mehr zurückkommen wird.“ Kies führte hierzu die kommenden Baustellen - wie bei der Tram - an, so dass man „bis 2019 stetig das Busnetz anpassen muss“, ergänzte Bausch, „was natürlich unter dem Strich am Ende einen extremen Vorteil für den Nutzer mit sich bringen wird.“ Eine größere Änderung betrifft noch die Linie 300 (Hayange/Thionville), die auf dem Gebiet der Stadt nun zwei Endpunkte hat, „einmal Lux-Gare und zum anderen Kirchberg, wo hier nicht mehr durch die Stadt durch gefahren wird. So gilt festzuhalten, dass für unsere Linien wirklich sehr oft nur der Terminus ändert.“ Kies betonte, dass somit auch die grenzüberschreitenden Linien sich nicht ändern werden, „diese fahren wie gewohnt.“

Infokampagne

Um den Kunden und Busnutzern diese Veränderung zu vermitteln, wird vom Ministerium auch noch eine Kampagne ins Leben gerufen. „In den Bussen auf den Displays werden die Kunden informiert“, sagte Bausch. Auch an den Haltestellen selbst werden Flyer unter anderem mit Telefonnummern und den entsprechenden Internetseiten ausgehangen. „Auch da, wo nun die großen -teils neuen- Haltepunkte installiert werden, werden wir mehrsprachige Karten zu diesen Änderungen verteilen, die die neuen Wege erläutern werden“, so Bausch.
Alle Änderungen unter www.mobiliteit.lu