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Mehr Visibilität für Luxemburg als Literaturland bei der Frankfurter Buchmesse

Mit hohem Besuch aus dem Gastland Norwegen ist am Dienstag die 71. Frankfurter Buchmesse eröffnet worden. An der Zeremonie nahmen Norwegens Kronprinzenpaar Mette-Marit und Haakon sowie die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg teil. Seit gestern sind die Hallen nun für das Fachpublikum geöffnet. 7.450 Aussteller aus über 100 Ländern sind vor Ort. Am Samstag und Sonntag ist die weltgrößte Bücherschau dann auch für Privatbesucher zugänglich.

Erweiterungdes Erzählens

Ein Schwerpunktthema der 71. Buchmesse ist die Erweiterung des Erzählens. Bewegte Bilder bekommen mehr Raum, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz werden erstmals breiter behandelt. Ein weiterer Trend sind Audio-Produkte. Erstmals hat die Messe für Hörbücher oder Podcasts einen eigenen Bereich geschaffen.

Auch Luxemburg ist mit einem großen Stand (64 m2) und einem interessanten Programm unter dem Thema „Reading Luxembourg“ in Frankfurt vertreten. Neun nationale Verlagshäuser sind vor Ort (Black Fountain Press, Capybarabooks, Editions Gérard Klopp, Editions Guy Binsfeld, Editions Phi, Editions Saint-Paul, Hydre Editions, Kremart Edition und Op der Lay). Mehr als 170 Werke werden präsentiert, um den luxemburgischen Buchsektor einem internationalen Publikum bekannt zu machen.

Bemühungen um mehr Sichtbarkeit verstärken

Gestern Nachmittag wurde der Luxemburger Stand in Anwesenheit von Kulturministerin Sam Tanson offiziell eingeweiht. „Über das Programm ,Reading Luxembourg‘ tragen wir zur internationalen Visibilität Luxemburgs als Literaturland bei“, unterstrich sie in ihrer Rede. „Das breite Spektrum exzellenter Werke, die in Luxemburg produziert werden, verdient es anerkannt und im Ausland verbreitet zu werden. Ab 2020 werden wir unsere Präsenz bei anderen internationalen Messen, wie dem ,Salon du Livre‘ in Paris oder dem „Marché de la poésie‘ ebenfalls in Paris, ausbauen. Wir werden unsere Anstrengungen verdoppeln, um unseren literarischen Reichtum mit dem Rest der Welt zu teilen“, versprach die Ministerin.

Der nationale Stand besteht aus einem Business-Bereich, um die Verleger zu fördern und die prämierten Bücher und Übersetzungen in die Vitrine zu stellen, sowie einem „ReadingLX“-Bereich, der für Buchvorstellungen über Luxemburg, seine Kultur und seine Literatur reserviert ist. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung wurde bei einem Rundtischgespräch über das Thema „Podium - Literatur aus Luxemburg“ diskutiert.

Das Programm „Reading Luxembourg“ wurde derweil letztes Jahr, als Luxemburg nach mehrjähriger Abwesenheit erstmals wieder mit einem kleinen Stand zur Buchmesse zurückkehrte, vom Kulturministerium in Zusammenarbeit mit der „Agence luxembourgeoise d’action culturelle“ (alac) auf die Beine gestellt und für den diesjährigen Auftritt nun deutlich ausgebaut.


Weitere Details unter www.readingluxembourg.lu

und www.buchmesse.de