PASCAL STEINWACHS

Nun gehört Staatspremier Bettel aber definitiv zu den Top-Leadern dieser Welt, ansonsten er es ja wohl kaum in die altehrwürdige „New York Times“ geschafft hätte, die gestern, pünktlich zum Start des EU-Gipfeldings in Brüssel, eine Reihe von EU-Chefs etwas genauer unter die Lupe nahm. Bei Xavier Bettel gefällt den US-Amis hauptsächlich dessen modische Schals („Mr. Bettel has generated outsized publicity for himself and his tiny country by turning up in a variety of fashionable scarves“), zu denen es ja bekanntlich sogar einen eigenen Twitter-Account gibt, nämlich „XavierBettel’s scarf“ („keeping the prime ministerial neck warm in style“). Sowieso scheint die NYT einen Narren an Bettel gefressen zu haben: „He rarely makes forceful comments at European Union summit meetings, but his eye for style, and the fact that he is openly gay and married to his partner, could help raise the profile of Luxembourg, long considered a stodgy tax haven.“

Wem das Ganze zu viel Englisch ist, der sollte (würde sie denn angenommen werden, was sie aber nicht tut), die Chamber-Petition 720 unterstützen; Thema: „‘An der Loft’ amplaz ‘On Air’ - Lëtzebuergesch als offiziell Sprooch am Radio aféieren an dat gesetzlech festhalen“, womit aus „Let it be“ „Looss et sinn“ würde. Wäre das ein Spaß...