PASCAL STEINWACHS

So voll krass wie „Sharknado“ oder „Flotte Teens und heiße Jeans“ ist er zwar nicht, aber immer noch so toll doll, dass er ab sofort unser drittliebster Lieblingsfilm aller Zeiten ist: „Foreign Affairs - a portrait of Jean Asselborn“, bei dem es unter anderem darum geht, was „nuclear issue“ auf andere Sprachen heißt, was der Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten ist, und warum der Rasenmäher - von Asselborn zärtlich mit „Loudervéi“ tituliert - nicht direkt anspringt. Dann muss unser Außenminister - trotz schnittiger Radlerbux - aber auch noch mit arg Gegenwind kämpfen (auf irgendeinem französischen Berg) und kommt nicht einmal umhin, bei Ehrenstaatsminister Juncker in Brüssel vorbeizuschauen,
der die Gelegenheit sogleich nutzt, ein klein bisschen Barroso-Bashing zu betreiben.

Regierungsmitglieder waren am Freitagabend bei der Vorpremiere von „Foreign Affairs“ mit Ausnahme des kulturellen Staatssekretärs und des Justizministers aber kurioserweise keine zu sehen, aber das dürfte am Neidfaktor liegen. CSV-Präsident Spautz war zwar auch nicht da, aber dieser hat wenigstens eine gute Ausrede, wohnte er doch als Ehrengast einer „politischen Weinprobe“ an der deutschen Mosel bei. Cin cin...