LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Informelles Treffen der Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder in Luxemburg

Drei Tage nach der Wahlkatastrophe bei unseren deutschen Nachbarn, die dazu geführt hat, dass „70 Jahre nach Kriegsende wieder Neonazis im Bundestag sitzen“, wie der dienstälteste Außenminister in der EU, Jean Asselborn, sich gegenüber den Medien entsetzt zeigte, kamen am Mittwoch die Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder zu ihrem 14. informellen Treffen zusammen. Diesmal in Luxemburg, nachdem sie sich im vergangenen Jahr im belgischen Eupen, dem deutschsprachigen Teil Belgiens, getroffen hatten, und im nächsten Jahr in der Schweiz, wie Großherzog Henri beim Treffen in der Abtei Neumünster bekannt gab.

In einer Erklärung, die Großherzog Henri sogar auf Deutsch hielt, zeigte sich das luxemburgische Staatsoberhaupt überzeugt, dass dieses jährliche Treffen eine gute Gelegenheit sei, „unsere Beziehungen zu pflegen und zu vertiefen“. Allerdings hätten die Gespräche, „wie üblich“, „nicht zu politischen Schlussfolgerungen“ geführt, wie Henri anfügte. Gefördert werde indes der Austausch im deutschsprachigen Raum; Luxemburg sehe sich traditionell als Brückenbauer, „auch dank seiner Dreisprachigkeit“.

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