LUXEMBURG
OLIVIER DELVAUX

Dass der „Eurovision Songcontest“ ein viel diskutiertes Thema in manchen Ländern ist, sieht man öfters, mal positiv, mal negativ. Und immer wieder geht es fast nur um die Frage der Kosten, resümiert Olivier Delvaux, der die Rückkehr des Großherzogtums zum Wettbewerb in einer Petition anregt.

„25 Jahre ist es nun her, dass Luxemburg am ESC teilgenommen hat. Danach hieß es, man könne die Kosten nicht mehr tragen, respektive es würde sich nicht mehr rechnen oder rentieren. Wobei das Verlangen der Luxemburger recht hoch ist, wenn man die einzelnen Gruppen auf den sozialen Medien verfolgt, die sich immer wieder eine Rückkehr von Luxemburg zum Eurovision Songcontest wünschen. Wenn man Eurovision hört, denkt man immer an Luxemburg, es liegt daher nahe, da Luxemburg den ‚Eurovision Songcontest‚ geprägt hat, nach 25 Jahren wieder am ‚Eurovision Songcontest‚ teilzunehmen.

An der Gebühr der Teilnahme kann es wohl möglich nicht scheitern, denn wir nehmen ja auch mit einem Pavillon an der Weltausstellung 2020 in Dubai teil, was mit rund 15 Millionen zu Buche schlägt und eine ESC-Teilnahme mit reiner Gebühr würde um die 300.000 Euro liegen.

An Talenten in der luxemburgischen Musikbranche mangelt es auch nicht, man muss nur den Talenten eine Chance geben; was auch in Luxemburg wiederum so eine Sache ist, wobei ich hierzu sagen muss, dass man sich hier echt Mühe gibt - es ist aber noch Luft nach oben da.

Meine Motivation zur Petitions-Einreichung liegt darin, dass weder RTL, Luxemburgs Medienhaus, noch die luxemburgische Regierung, eine eindeutige Antwort auf die Frage gegeben hat, wieso eigentlich wirklich Luxemburg nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen will. Daher habe ich die Petition ins Leben gerufen und ich würde mich freuen, wenn es einmal zu einer Debatte zu diesem Thema kommen würde, denn im weitesten Sinne ist dies ein sehr gelungenes ‚Nation Branding‘, wenn man überlegt, dass 200 Millionen den ESC verfolgen.

Die Niederlande haben es vorgemacht, also sollte man dies vielleicht als Ansporn nehmen, um nächstes Jahr vielleicht einmalig wieder am ‚Eurovision Songcontest‘ teilzunehmen; ich denke, schon alleine die Nachricht wird bei den internationalen Pressevertretern wie eine Bombe einschlagen, bei den luxemburgischen Fans sowieso. In diesem Sinne: ‚12 Points go to Luxembourg‘.“