LUXEMBURG
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Kampf gegen Klimawandel: 73 Prozent fordern einschneidende Maßnahmen

Am heutigen Freitag werden höchstwahrscheinlich Millionen Menschen weltweit am Klimastreik für eine bessere Klimapolitik teilnehmen, in mehr als 2.300 Städten in 137 Staaten sind Proteste angekündigt - ebenfalls in Luxemburg. Ab Montag findet dann der Klimagipfel in New York statt, an dem ja auch die weltweit wohl bekannteste Klimaaktivistin Greta Thunberg teilnehmen wird, und am nächsten Mittwoch soll der Bericht des Weltklimarats IPCC zum Einfluss des Klimawandels auf Ozeane und Eismassen der Erde veröffentlicht werden.

Für 41 Prozent sollen Autos mit hohem Verbrauch höher besteuert werden

Dass auch die Luxemburger den Kampf gegen den Klimawandel ernst nehmen und besorgt sind, das zeigt eine im Auftrag der Steuerberatungsgesellschaft ATOZ vom 23.Juli bis 6. August bei 300 Frauen und 300 Männern durchgeführte repräsentative Umfrage zu den ökologischen und klimatischen Herausforderungen, die gestern vorgestellt wurde. Der elektronische Fragebogen wurde vom Quest-Institut erstellt und an das Verbraucherpanel „questions.lu“ weitergeleitet.

Die Ergebnisse der Umfrage lassen aufhorchen, konnte doch quer durch die gesamte Bevölkerung eine generelle, sehr große Besorgnis festgestellt werden. Auch sind die Befragten sehr selbstkritisch und sind sich der zu erbringenden individuellen Anstrengungen bewusst.

Wie Keith O’Donnell von ATOZ auf einer gestrigen Pressekonferenz hervorhob, sei die Bevölkerung je nach erforderlichem Aufwand stark gewillt, eine Änderung vorzunehmen. Auch sei die Bevölkerung bereit, finanzielle Beiträge zu leisten, sofern diese auf intelligente Weise verwendet würden. Insbesondere aber würden sich konkrete Aktionen von Gesetzgeber und Entscheidungsträgern erwartet werden. So fordern 73 Prozent der Befragten einschneidende Maßnahmen, das heißt neue Gesetze beziehungsweise Steuern. Für 41 Prozent sollen Autos mit hohem Verbrauch höher besteuert werden. 42 Prozent sind für eine Kohlenstoffsteuer auf Flügen. „Glauben Sie, dass es möglich ist, die Lebensweisen der Menschheit und ihre Auswirkungen auf den Planeten zu verändern?“, so eine weitere Frage. 42 Prozent der Antworten auf diese Frage sind pessimistisch. 18 Prozent stehen dem durch den Menschen ausgelösten Klimawandel skeptisch gegenüber.

Man darf gespannt sein, wie die Politik auf die Ergebnisse der ATOZ-Umfrage reagieren wird...