KOPENHAGEN
DPA/LJ

EU-Umweltagentur mit neuem Bericht über Badestellen in Europa

Die EU-Umweltagentur EEA bescheinigt dem Großteil aller Badestellen in Europa eine hohe bis sehr hohe Wasserqualität. Für die Erhebung hat sich die EEA die Daten 30 europäischer Länder zur Belastung von 22.295 Gewässern mit Fäkalbakterien angeschaut, die bei Menschen zu Krankheiten führen können.

Konkret geht es um zwei Keimarten: intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Die Qualität richtet sich nach der nachgewiesenen Menge dieser Bakterien, die vor allem von Abwässern und aus der Landwirtschaft herrühren. Bei einer Einstufung als mangelhaft wird zu einem Badeverbot, Warnhinweisen oder anderen Maßnahmen geraten.

Covid-19: Über Sicherheitsmaßnahmen informieren

Die Daten beziehen sich dabei jeweils auf die Badesaison des Vorjahres - die Corona-Krise hatte deshalb keinerlei Auswirkungen auf die Werte.

Die EEA empfiehlt Badefreunden deshalb, sich bei lokalen und nationalen Behörden sowie Strandbetreibern nach den aktuellsten Informationen zu möglichen Sicherheitsmaßnahmen zu erkundigen, bevor sie in diesem Sommer ins kühle Nass hüpfen. Europaweit bescheinigte die EEA den Gewässern insgesamt eine weiterhin hohe Wasserqualität. In allen 28 EU-Mitgliedstaaten - 2019 zählte Großbritannien noch zur Europäischen Union - sowie Albanien und der Schweiz zusammengenommen wurden knapp 85 Prozent aller Badestellen als exzellent eingestuft, rund 95 Prozent schafften es immerhin zur Note ausreichend. Generell kamen die Experten zu der Erkenntnis, dass die Badewasserqualität an den Küsten besser ist als im Inland.

Sauberes Badewasser werde für gewöhnlich als gegeben wahrgenommen, stelle aber tatsächlich eine gemeinsame Errungenschaft Europas dar, erklärte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius.

Der neue Jahresbericht bestätige einmal mehr, dass Europäer beim Baden in den Gewässern sehr hohe Qualitätsstandards genießen könnten.

Deutschland lag dabei erneut über dem europäischen Durchschnitt und kam hinter Zypern, Österreich, Malta, Griechenland und Kroatien auf Rang sechs der Länder mit dem höchsten Anteil an als ausgezeichnet betrachteten Badestellen. Italien und Spanien landeten mit jeweils 88,4 Prozent an ausgezeichneten Badegewässern ebenfalls im vorderen Mittelfeld.

17 Badegewässer im Großherzogtum

In Luxemburg werden 17 Badegewässer untersucht, darunter sechs Stellen am Stausee (Rommwiss, Burfelt, Fuussefeld, Insenborn, Liefringen, Lultzhausen). Sie alle erhalten das Prädikat „Exzellent“. Das erhalten auch die Zonen 1 und 2 am See in Weiswampach. Die beiden anderen Zonen am zweiten See wurden noch nicht gemessen, da erst 2019 als Badegewässer ausgewiesen. Unter dem Prädikat „not classified“ rangiert der Echternacher See (Ile des Pêcheurs), in dem die Wasserqualität auch noch nicht auf dem Radar der EAA erscheint. Das Prädikat „exzellent“ tragen wiederum die vier Badezonen der Baggerweiher in Remerschen. Die Wasserqualität von 70,6 Prozent der luxemburgischen Badegewässer werden so als „exzellent“ eingestuft


Eine praktische Karte der europäischen Badegewässer findet man

hier: tinyurl.com/EUBadegewaesser


Die aktuellsten Infos über die Badegewässer in Luxemburg gibt

es hier: tinyurl.com/eauxdebaignade