PASCAL STEINWACHS

So viele „Gefällt mir“-, „Love“-, „Haha“- und „Wow“-Facebook-Dinger und -Kommentare wie jetzt hat die grüne Wohnbau- und Kulturministerin Samantha Tanson ihren Lebtag noch nicht bekommen, und das nur, weil sie zu ihrem Grauschopf und zu ihren Klamotten steht. Eine anonyme Briefeschreiberin hatte sich zuvor über „Är männlech Coiffüre“ und das „greislecht grô“ echauffiert („Daat ass é NO GO als Ministerin. Esou blaméiert Dir Iech, är Famill an eist d’Land an der ganzer Welt!!!“), wie auch über die Tanson’sche „textile Toilette“, und der Ministerin geraten, sich ein neues Outfit und eine neue Frisur zuzulegen: „Da kënn Dir Iech mat der Buergerméschtesch Lydia Polfer an der Ministesch Tania Bofferding an engem Spigel kucken“.

Tanson, die Auszüge des Briefes auf Facebook gepostet hat, zeigt sich - trotz des Verweises auf „Lydia“ und „Tania“ - jedoch gänzlich unbeeindruckt: „Sorry fir d’Blameieren Lëtzebuerg, mais meng Coiffure déi bleift. (a meng ‚Grusel-outfitten‘ och)“. Ihrer anonymen Schreiberin rät Tanson dann auch, sie einfach nicht mehr anzuschauen: „lauschtert just no wat ech soen a suivéiert wat ech maen, ech ginn naemlech leiwer dorop bewärt. Soss wier ech an de Moudbusiness gang“. Das hätte noch gefehlt...