LUXEMBURGSVEN WOHL

Das „Théâtre National du Luxembourg“ läutet die neue Spielzeit ein

Sie spielt mit uns, beherrscht uns und drängt sich in den Mittelpunkt: Macht bestimmt nicht nur Wirtschaft und Politik, sondern auch das Leben und die Kunst. Deshalb wurde genau dieses Thema ins Rampenlicht der neuen Saison des „Théâtre National du Luxembourg“ gestellt. Eine Saison, die vor Bildgewalt nur so strotzt!

Nationale und regionale Kunst

Den Wahnsinn, den Macht auslösen kann, zeigt das Stück „Heinrich IV“, während „Nathalie Ribout“ Sex zu einer grausamen Waffe der Rache hochstilisiert. Bei „Penthesilea“ hingegen werden Wortgefechte ausgetragen und Eugène Ionescos „L’impromptu de l’Alma“ thematisiert den zerstörerischen Einfluss einer Kritik auf ein literarisches Werk.

Während dieser rote Faden sich durch das Programm des Theaters zieht, sollten die anderen Teile nicht übersehen werden: Vom 14. bis zum 30. November wird zusammen mit dem Netzwerk TOTAL THEATRE ein neuartiges Festival organisiert. Dabei wird die Großregion auf die Bühne gebracht, zwölf Stücke werden in Thionville, Trier und Luxemburg vorgespielt.

Die Literatur aus Luxemburg kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz: Pol Greisch, Nico Helminger und Guy Rewenig zeigen mit „Stärekonfetti“ ihr neuestes Werk, während der junge Tom Dockal den Klassiker „D’Fatzbeidelen“, das seit dem Tod seines Schöpfers, Norbert Weber (16.02.1925 - 17.03.2007), nicht mehr aufgeführt wurde, wiederbelebt.
Mehr Informationen finden Sie auf www.tnl.lu