CLAUDE KARGER

„Der Mann mit den großen Ohren“ – wie die Kardinalszeitung am Samstag über Jean-Claude Juncker schrieb – hat fertig. Zumindest an der Spitze der EU-Kommission, wo man offensichtlich ein exzellentes Gehör braucht, um alles Intrigen-Geraune auf dem Radar zu haben. Was wird wohl aus dem ganzen Brüsseler Theater, wenn das „Schlitzohr aus Capellen“ (so die „Wort“-Wochenrückblickerin) nicht mehr rumlauscht? „Ein kurzes ,Ciao‘ und weg ist er“. Denkste! „Allerdings, wenn ich der Ansicht bin, dass es in die falsche Richtung geht, sage ich es“, drohte er bereits im „T“, „und ich freue mich darauf, von Zeit zu Zeit eine Rede zu halten, in der ich sage, wo es mit der Welt hingeht“. Dass die Welt viel zu heiß wird, darauf machten am Freitag wieder Tausende auf den Straßen aufmerksam. In Luxemburg waren es allerdings nur ein paar Dutzend und ein mysteriöses Plakat mit den skurrilen Schlachtruf „,Joghurtsmachine‘ won’t save the planet“. Wie das „T“ berichtet, hatte der Premier nämlich bei einem Plausch mit den jungen Leuten „über die Joghurtmaschine gesprochen, die er und sein Partner sich gekauft hätten, um weniger Plastikmüll zu produzieren“. Das war den jungen Aktivisten dann aber zu wenig konkret. Dabei ist ein CO2-armer Haushalt doch schon viel wert.