Josée Lorsché, die grüne Abgeordnetin aus Bettemburg, scheint auf der einen Seite ganz schön anstrengend zu sein - „Sie lacht gerne und viel. Und sie redet ohne Unterbrechung“ -, auf der anderen Seite aber auch ziemlich perfekt: „Ich mache es gerne“, wie sie jetzt gegenüber dem „Tageblatt“ zugab. Ein reines Zuckerschlecken ist ihr Leben trotzdem nicht, sieht sie in der kammerlichen Nachhaltigkeitskommission, die sie präsidiert, doch „fast nur in Männergesichter“. Mit solchigen muss sich auch Armeestaatssekretärin mehrheitlich herumschlagen, was dann auch dazu führte, dass die Closener‘schen Lebensziele in Zwischenzeit recht exotisch anmuten: „Mäin Zil ass d‘Ëmsetzen vum Koalitiounsaccord“, wie sie gestern höchstpersönlich tweetete.
Gut, dass es in solch bizarren Zeiten auch noch Leute wie Asselborns Jang gibt, die, wenn sie auch nicht mit beiden Füßen auf dem Boden stehen, so doch wenigstens mit beiden Beinen in den Pedalen hängen. Gestern beendete die steinfortische Drahteselikone dann auch zufrieden ihre diesjährige Frankreichtour:1.393,38 Kilometer in zwei Wochen! Einziger Wermutstropfen: Der leidige Südwind, der Jang Tdf auf fast der Hälfte der Strecke zu schaffen machte, aber in der LSAP blies der Gegenwind ja schon immer aus dem Süden...


