Derweil seine Parteifreunde immer noch fleißig dabei sind, Finanzminister Gramegna zu bashen (der ja partout nicht sagen will, was es denn nun genau mit der vorgesehenen Spezialabgabe von 0,5 Prozent zur Bezahlung der Verwandtschaftsbeihilfen auf sich hat, und die bewährte Fragefabrik des Tandems Roth/Adehm deshalb schon wieder total unbefriedigt zurückließ), macht CSV-Fraktionschef Juncker das, was er auch schon früher als Premierchef am liebsten getan hat, nämlich das Land verlassen.
Da er außer dem CSV-Fraktionsvorsitz ja inzwischen aber auch noch designierter Brüsselchef ist, kann er das endlich wieder à gogo tun, wobei seine erste Reise ihn am Montag nach Athen führte, wo er mit der ihm eigenen Bescheidenheit an seine früheren Heldentaten erinnerte. So habe er (laut „Wort“) während der Krise „wie ein Löwe“ bei den anderen EU-Partnern um Vertrauen für Griechenland gekämpft. Und: „Griechenland gehört zu Europa, Plato kann nicht in der zweiten Liga spielen“, weshalb Juncker sein Köterviech dann auch nach Plato benannt hat.
Dann hatte er keine Lust mehr: „I have to say that I am starting to become hungry, which is an indication that now this ceremony is finished.“ Zum Wohle...


