LUXEMBURG
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Parlamentarische Frage zu „Phishing“-Attacken: Betroffene Akteure verbessern Kampf gegen Betrug beständig

Die lästigen Fallen häufen sich in letzter Zeit: Die Rede geht vom „Phishing“, bei dem Kriminelle SMS, E-Mails oder andere elektronische Mittel nutzen, um Leute dazu zu bringen, Zugangsdaten zu offenbaren. Wobei die Köder-Mails, die etwa auffordern, Passwort und Login zu ändern, immer professioneller aussehen. Insgesamt gilt: Erhalten Sie aus heiterem Himmel Botschaften mit irgendeiner Aufforderung, Ihre Zugangsdaten preiszugeben, machen Sie das auf keinen Fall.

Besonders wachsam sein

Nachdem Mitte Mai vermehrt Fang-Mails mit den Logos von Luxtrust, 3DSecure und verschiedenen Banken aufgetaucht waren, wollte die CSV-Abgeordnete Diane Adehm von den Wirtschafts- und Finanzministern etwa wissen, ob die erwähnten Akteure von solchen „Phishing“-Attacken wussten und ob sie ihre Kunden nicht früher hätten informieren können. Laut den Informationen der Minister würden die betroffenen Akteure die Kunden sofort über solche Angriffe informieren und sie dazu aufgefordern, besonders wachsam zu sein. Luxtrust sei bei der rezenten Betrugswelle von rund 470 Kunden kontaktiert worden, von denen 23 Zugangsdaten an die „Phisher“ weitergegeben hatten. Die betroffenen Finanzinstitute verzeichneten 98 Kunden, die das getan hatten.

22.150 Euro mit geklauten Kreditkartendaten ergaunert

Die Betrüger hätten mit geklauten Kreditkartendaten in insgesamt 20 Fällen für 22.150 Euro eingekauft. In vier Fällen konnten e-banking-Transaktionen gestoppt werden. Eine Klage bei der CSSF habe niemand geführt, so die Minister, die darauf hinweisen, dass sich die Akteure am Finanzplatz regelmäßig über Cybersicherheit austauschen und Luxtrust fortlaufend sich und seine Kunden gegen „Phishing“-Attacken absichert.