CLAUDE KARGER

Zwar skatet er schon durch sein wiedererrungenes Leben außerhalb des Politzirkus, Interviews mit Ministeraura gibt der ehemalige rote Vizepremier aber immer noch, zuletzt dem Deutschlandfunk, der nun eine Serie über die klitzekleine „Weltraumnation Luxemburg“ durch den Äther jagte. „Ja, ja, ja es gibt schon einige, die mich Major Tom nennen. Am Anfang haben alle gelacht, als ich mit dieser Initiative kam, haben es nicht sehr ernst genommen und haben mich dann Major Tom getauft. Aber heute lacht niemand mehr“, so der „komplette Realist“ über das „Space Mining“-Wagnis, das ihm offensichtlich nicht unbedingt politisch Auftrieb verlieh: „das hier war sicherlich kein Projekt, das mir Stimmen eingebracht hat. Im Gegenteil.“ Aber über Wahlen braucht sich der Mann ja keine Gedanken mehr zu machen. Wetten, dass er bald als „Major Tom reloaded“ im Weltraumbusiness landet? Wo die Monarchie am Ende landet, steht freilich auf einem anderen Blatt. Sie stehe „komplett im Widerspruch mit dem Rechtsstaat“, sagte Anwalt und Amnesty-Aktivist Frank Wies in der Post-Waringo-Bericht-Ära dem „T“, „die Institution der Monarchie lebt von einem nahezu sakralen Mythos“. Dabei ist das Heilige längst entzaubert.