CLAUDE KARGER

Höchster Besuch aus Brüssel und Brexit-Battle in Brüssel.... Ziemlich geschwind scheint bei der Hektik der gestrige Regierungsrat über die Bühne gegangen zu sein, jedenfalls der zwei Zeilen-„Résumé des travaux“ zu urteilen, der gestern Nachmittag an die Presse ging und laut dem sich die Minister über die „actualité politique internationale et européenne“ ausgetauscht haben. Fakt ist, jedenfalls, dass selbige Aktualität mit allerlei brenzligen Dossiers gespickt ist, schließlich brennt es an allen Ecken und Enden. Wenn doch mal die schlimme Scheidungsschlacht mit den Briten geschlagen wäre. Vielleicht geschehen ja noch Zeichen und Wunder, auch wenn Insel-Tabloid Express gestern schon riefen: „Man up, Boris!“ - „Nur Mut, Boris!“ und Umfragen zitierten, laut der eine Mehrheit meint, der Mann soll den EU-Gipfel einfach mal boykottieren. Aber spätestens nach der Mr. Invisible-Nummer vor einem Monat in Luxemburg weiß auch der hartgesottenste Tory, dass sowas nicht unbedingt zur Entspannung beiträgt. Gar nicht entspannt sind indes die Wochenblattkommentatoren nach der Erklärung zur Lage der Nation. „Politisches Jo-Jo“ meint der „Télécran“-Durchsager, während der „Revue“-Chefredakteur keinen Plan für die Entschärfung von „sozialen Bomben“ sieht. Gut, dass beständig daran gearbeitet wird.