LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Fackelzug von Amnesty International stand im Zeichen von Nelson Mandela

Der diesjährige Fackelzug am Tag der Menschenrechte gestern hatte mit der Trauerfeier für Nelson Mandela einen besonderen Anlass. Amnesty International hatte in den frühen Abendstunden auf die „Place d‘Armes“ gerufen. Von dort aus marschierte der Zug bis zur „Cité judiciaire“. „Das Leben Nelson Mandelas zeigt uns, dass eine entschlossene Person Berge versetzen kann“, erklärte Vize-Präsident von Amnesty International Luxemburg Frank Wies. „De même, chaque jour, des membres d‘Amnesty se mobilisent contre l‘injustice, montrant ainsi que tout le monde peut défendre les droits humains!“, fügte er hinzu. Der Tag der Menschenrechte erinnert auch an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948.

Briefe der Solidarität

Im Anschluss an den traditionellen Fackelzug, der die Kerzenkampagne der Organisation abschließt, konnten die Teilnehmer ihr Mitgefühl schriftlich an die Familie Mandelas richten.

Vier Fälle von Ungerechtigkeit standen im Fokus der Kerzenkampagne in Luxemburg: Miriam Lopez, Folteropfer, kämpfe nach wie vor für Gerechtigkeit in Mexiko; 550 palästinensische Einwohner von Nabi Saleh, die in ihren Friedensdemonstrationen gewalttätig von der israelischen Armee zurückgedrängt werden, Vladimir Akimenkov, Artiom Saviolov und Mikhail Kosenko, drei russische Protestanten, die wegen der Teilnahme an Anti-Putin-Demonstration seit Monaten festgehalten werden sowie Hakan Yaman, der zerschlagen und verbrannt von der türkischen Polizei im Rahmen der Gezi-Park-Proteste sich selbst überlassen wurde. Unterschriften für diese vier Fälle können auch auf der Webseite von Amnesty hinterlassen werden. Heute Abend ab 19.00 lädt AI dazu ein, Briefe der Solidarität mit den Betroffenen zu schreiben.


www.amnesty.lu
www.mandelamemorial.com
Seiten 13 und 16