TETINGENPATRICK VERSALL

Micheline De Oliveira stellt ab dem 22. November zum ersten Mal in New York aus

Du hast einen unstillbaren Durst nach New York“, dichtete einst U2-Frontmann Bono. Die Anziehungskraft, die der Big Apple auf Kunstschaffende aus der ganzen Welt ausübt, ist nach wie vor ungebrochen. Ob sich die von Fred Ebb verfasste und von Frank Sinatra weltberühmt gemachte Verszeile „If I can make it there, I’ll make it anywhere“ im Falle der Luxemburger Künstlerin
Micheline De Oliveira bewahrheiten wird, zeigt sich in den kommenden Wochen und Monaten.

Ab dem 22. November und bis zum 13. Dezember zeigt die New Yorker Agora Gallery in Süd-Manhattan vier Arbeiten der Nachwuchskünstlerin aus dem Süden Luxemburgs, die erst seit 2012 den Pinsel schwingt. Im vergangenen Jahr besuchte sie zwei Kunstkurse - jeweils zweimal acht Stunden - des luxemburgischen Malers Tom Kree, auf dessen Internetplattform „Konschportal.lu“ De Oliveiras Werke aktuell zu sehen sind. Den Kontakt mit der US-amerikanischen Galerie hat die Luxemburgerin rein zufällig geknüpft.

Beim Internetsurfen sei sie auf einen von der Galerie ausgeschriebenen Wettbewerb gestoßen, mit dem die New Yorker weltweit neue Künstler für eine Kollektivausstellung suchten, erklärt die Luxemburgerin.

Entscheidung im Dezember 2012 mitgeteilt

De Oliveira mailte im November 2012 den Galeristen eine Auswahl von 13 Bildern zu. Angetan von der Maltechnik der Luxemburgerin und ihren abstrakten Motiven entschieden sich die New Yorker, 2013 vier Arbeiten der Luxemburgerin im Rahmen einer Kollektivausstellung zu zeigen. „Ich arbeite hauptsächlich mit Acrylfarben, manchmal greife ich zu Ölfarben, um Akzente zu setzen“, erklärt die Künstlerin aus Tetingen.

Hinzu kommt noch das Verwenden von Sprayfarben, die sie mit den Acryl- und Ölfarben vermischt. Ihre künstlerischen Wurzeln liegen keineswegs im Graffiti: Ihre erste Farbe aus der Dose hatte De Oliveira an und für sich gekauft, um ein Möbelstück mit einer neuen Farbschicht zu überziehen. Die Spraydosen avancierten schnell zu einem bevorzugten Werkzeug der Luxemburgerin.

Mitte Dezember 2012 teilte die Agora Gallery Micheline De Oliveira mit, dass vier Bilder in den New Yorker Räumlichkeiten gezeigt werden sollen. Seitdem tauschten sich De Oliveira und die Galerie regelmäßig aus; vor einigen Monaten erschien ein Kurz-Portrait der Luxemburgerin in einem von der New Yorker Galerie verlegten Kunstmagazin.

Die vier Werke sind mittlerweile in der Millionenstadt an der Westküste angekommen, die Künstlerin folgt ihren Arbeiten in der ersten Dezemberwoche, um an der Vernissage am 5. Dezember teil zu nehmen und ihren ersten Durst nach der Kunstmetropole zu stillen.


www.agora-gallery.com, www.konschtportal.lu